AWS hat am 9. September 2026 das Timeout für Lambda Managed Instances von 15 auf 90 Minuten angehoben. Die Verlängerung gilt für asynchrone Aufrufe und Event-Source-Mappings, synchrone Aufrufe bleiben bei 15 Minuten. Der Beitrag zeigt, welche Jobs davon profitieren, was sich beim Aufruf nicht ändert und welche Fragen vor einem Umzug von Container- oder Batch-Diensten offen bleiben.

AWS Lambda lässt Funktionen auf Managed Instances bis zu 90 Minuten laufen, sechsmal so lange wie bisher. Voraussetzung ist ein asynchroner Start oder ein Event-Source-Mapping.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Timeout steigt von 15 auf 90 Minuten. Es gilt für Lambda Managed Instances, wenn die Funktion asynchron oder über ein Event-Source-Mapping startet.
- Synchrone Aufrufe bleiben bei 15 Minuten. Wer auf eine direkte Antwort wartet, sieht keine Änderung.
- Die Grenze lässt sich in Konsole, CLI, API und Infrastructure as Code setzen. Auch der Agent Toolkit von AWS kann sie ändern.
- Mit Durable Functions laufen mehrstufige Abläufe bis zu einem Jahr. Das geschieht über Checkpoints und erneute Ausführung.
AWS Lambda: Was sich ändert
Dazu nennt AWS als Beispiele Datenverarbeitung, Transcoding von Medien, Finanzberechnungen, KI-Inferenz und Batch-Jobs. Solche Aufgaben brauchten bisher oft einen anderen Dienst, sobald sie die 15 Minuten überschritten. Das Muster ist bekannt: Der Job wandert in einen Container oder in einen Batch-Dienst, obwohl der Rest der Anwendung auf Lambda läuft.
Die neue Grenze kann diesen Umweg ersparen. AWS hat die Meldung erstmals am 9. September 2026 veröffentlicht, eine spätere Aktualisierung nennt die Seite nicht.
| Aufrufart | Timeout auf Managed Instances | Bemerkung |
|---|---|---|
| Asynchroner Aufruf | bis 90 Minuten | Neu, vorher 15 Minuten |
| Event-Source-Mapping | bis 90 Minuten | Neu, etwa für Warteschlangen und Streams |
| Synchron | 15 Minuten | Unverändert |
Wo die Verlängerung nicht reicht
Dabei gilt eine Einschränkung: Die 90 Minuten gelten nur auf Lambda Managed Instances. Für klassische Lambda-Funktionen nennt die Meldung keine Änderung. Prüfe zuerst, auf welcher Variante deine Funktionen laufen, bevor du das Timeout änderst.
Zudem nennt die Quelle keine Preise. Eine Liste einzelner Standorte fehlt ebenfalls. Sie steht überall bereit, wo Managed Instances laufen. Rechne die Kosten für lange Läufe deshalb vor dem Umzug nach.
So gehst du vor
Beginne mit Jobs, die heute knapp an der Viertelstunde scheitern oder in Teile zerlegt sind. Setze das Timeout für eine Testfunktion hoch und beobachte Laufzeit und Kosten.
- Liste alle Funktionen auf, die an der 15-Minuten-Grenze hängen.
- Kläre, wie sie starten, denn nur zwei Startarten profitieren.
- Plane Wiederholungen ein, denn ein langer Lauf kostet bei einem Fehler mehr.
Wie sich Cloud-Dienste im Herbst 2026 im Betrieb schlugen, zeigt der Überblick zu den Azure-Ausfällen.
Fazit
Die 90 Minuten machen Lambda für Jobs attraktiv, die bisher in andere Dienste auswichen. Die Grenze gilt aber nur auf Managed Instances und nur ohne synchrone Antwort. Teste einen echten Batchjob, bevor du Architekturen umbaust.
Quellen: AWS What's New, AWS Weekly Roundup. Foto: 2427999 / Pixabay. Stand: 9. September 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
Änderungshistorie
- — Artikel veröffentlicht.