GitHub hat am 30. Juni 2026 angekündigt, die Schnittstellen für Stargazer und Watcher eines Repositorys auf Admins und Collaborators zu beschränken. Die Schnittstelle für beobachtete Repositories eines Nutzers wird abgekündigt und liefert leere Antworten. Grund ist Missbrauch für Spam. Der Artikel zeigt, welche Endpunkte und Ansichten betroffen sind und wie Teams ihre Integrationen prüfen.

Wer Sterne- und Beobachterlisten fremder Projekte abfragt, erhält bald leere Antworten oder den Fehler 403. Sehen dürfen sie nur noch Verwalter und Mitwirkende.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei REST-Endpunkte antworten nur noch Admins und Collaborators. Es sind die Endpunkte für Stargazer und für Watcher eines Repositorys.
- Ein dritter Endpunkt wird abgekündigt. Er liefert beobachtete Repositories eines Nutzers und antwortet während der Abkündigung leer.
- Drei Ansichten auf github.com sind ebenfalls betroffen. Das sind die Stargazer-Ansicht, die "You Know"-Ansicht und die Watcher-Ansicht.
- Ein festes Datum nennt GitHub nicht. Es spricht von "bald", und manche Nutzer erhalten schon leere Antworten.
GitHub hat die Meldung am 30. Juni 2026 veröffentlicht. Die Seite wurde zuletzt am 1. Juli 2026 geändert.
GitHub API: Was eingeschränkt wird
Die Einzelheiten stehen im Changelog von GitHub:
| Endpunkt oder Ansicht | Neuer Zustand | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| /repos/{owner}/{repo}/stargazers | Nur Admins und Collaborators | Wer ein Repository fremder Organisationen auswertet, erhält keine Liste mehr |
| /repos/{owner}/{repo}/subscribers | Nur Admins und Collaborators | Watcher-Listen sind nur für Projektbeteiligte sichtbar |
| /users/{username}/subscriptions | Abgekündigt, leere Antwort | Die vollständige Entfernung folgt in einer späteren Phase |
| /stargazers, /stargazers/you_know, /watchers | Eingeschränkt | Die Ansichten auf github.com sind betroffen |
Dahinter steckt Spam: Laut GitHub dienten die Listen zunehmend dazu, Nutzerangaben einzusammeln. Die Einschränkung soll diese Zweckentfremdung bremsen.
Wer die Folgen spürt
Zuerst trifft es Werkzeuge, die den Verlauf von Sternen zeichnen. Der Dienst Star History berichtet, eingebettete Diagramme in README-Dateien funktionierten für fremde Repositories nicht mehr. Auch Zugriffstoken ohne Berechtigungen reichen nicht, selbst bei eigenen Repositories.
Zudem laufen interne Dashboards ins Leere, die Projekte anderer beobachten, ebenso Skripte für Community-Kennzahlen. Die Zahl der Sterne selbst bleibt sichtbar. Wer wann markiert hat, erfahren nur noch Beteiligte.
Was du jetzt prüfst
- Suche in Skripten, Dashboards und CI-Jobs nach den drei Endpunkten.
- Nutze für eigene Projekte ein Token mit den nötigen Rechten.
- Fange 403 und leere Antworten ab, damit Auswertungen nicht still falsche Werte liefern.
- Plane bei fremden Projekten mit der blossen Anzahl statt mit Namen und Zeitpunkten.
Wie du Pipelines an andere Plattformänderungen anpasst, zeigt der Artikel zur Mindestversion für selbst gehostete Runner.
Fazit
GitHub macht Namen und Zeitpunkte zu Daten für Beteiligte, um Spam zu bremsen. Prüfe deine Integrationen auf die drei Endpunkte, bevor Auswertungen leer laufen.
Quellen: GitHub Changelog, Star History. Foto: Compose_the_Seen / Pixabay. Stand: 1. Juli 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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