Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

NIST-Fahrplan: Alte Verschlüsselung läuft bis 2030 aus

Blog · 28.10.2026
BLG-1534-ch-de

NIST hat mit NIST IR 8547 einen Fahrplan für den Umstieg auf Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht. Für sensible US-Bundessysteme gilt der 31. Dezember 2030, für die gesamte Bundesverwaltung 2035. Die Pflichten gelten nicht für alle Firmen, treffen aber Anbieter und Partner von Behörden. Als erster Schritt rät NIST zu einer Bestandsaufnahme der eingesetzten Kryptografie.

Inhalt 8 Abschnitte
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was NIST veröffentlicht hat
  3. Warum die Verschlüsselung angreifbar ist
  4. Die Fristen im Überblick
  5. Warum der Umstieg mehr als ein Update ist
  6. Einordnung: Was das für Firmen in der Schweiz heisst
  7. Fazit
  8. Änderungshistorie
Symbolfoto zum Artikel „NIST-Fahrplan: Alte Verschlüsselung läuft bis 2030 aus“ (key, safe key, door key)
Neue Verschlüsselung
Frist: 31. Dezember 2030
Foto: Hans / Pixabay

Bis zum 31. Dezember 2030 müssen sensible US-Bundessysteme auf quantensichere Schlüsselverfahren umsteigen. Das US-Normeninstitut NIST hat dafür einen Fahrplan veröffentlicht. Er zeigt, was Betreiber jetzt klären sollten, auch in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze

  • NIST hat mit NIST IR 8547 einen Fahrplan zur Post-Quanten-Kryptografie veröffentlicht. Er nennt, welche Verfahren ersetzt werden müssen und worauf Organisationen achten sollten.
  • Für sensible Bundessysteme der USA gilt der 31. Dezember 2030. Bis dann müssen sie quantenresistente Verfahren für die Schlüsselvereinbarung nutzen.
  • Das Gesamtziel für die US-Bundesverwaltung liegt bei 2035. Frühere Umstellungen bei Verschlüsselung dauerten laut NIST 10 bis 20 Jahre.
  • Die Pflichten gelten nicht für alle Firmen. Der Fahrplan betrifft aber Technikanbieter und Partner von Behörden.

Was NIST veröffentlicht hat

Die Hilfe Net Security berichtete am 28. Oktober 2026 über den Fahrplan. Der Bericht heisst Transition to Post-Quantum Cryptography Standards (NIST IR 8547). Zu einem früheren Veröffentlichungs- oder Änderungsdatum des Dokuments nennt die Quelle nichts.

Das Papier baut auf den Normen auf, die NIST im August 2024 veröffentlicht hat. Sie bieten neue Wege, Informationen vor Angriffen künftiger Quantenrechner zu schützen. Der Fahrplan erklärt nun, wie der Umstieg ablaufen soll.

Dustin Moody leitet das Standardisierungsprojekt bei NIST. Er sagt, es gebe nicht eine Strategie für alle Fälle. NIST wolle Betreibern helfen, die Migration zu bewältigen und dabei auf dem Laufenden zu bleiben.

Warum die Verschlüsselung angreifbar ist

Verschlüsselung schützt Daten und prüft, ob Nachrichten, Software und Online-Dienste echt sind. Sie wirkt beim Aufruf von Webseiten, beim Austausch von Geschäftsdaten und bei Software-Updates. Ein ausreichend starker Quantenrechner könnte einige verbreitete Verfahren brechen.

Solche Rechner sind noch in Entwicklung. Abwarten ist trotzdem riskant, weil dann wenig Zeit bliebe. Schon heute ausgetauschte Daten können gefährdet sein. Angreifer können Verschlüsseltes sammeln und später lesen, sobald die Technik reicht. Dieses Vorgehen heisst „Harvest now, decrypt later“.

Deshalb ist Vorbereitung bei langlebigen Geheimnissen wichtig. Die Quelle nennt Patientenakten und Staatsgeheimnisse als Beispiele.

Die Fristen im Überblick

Kennzahl Wert Was das bedeutet
Normen von NIST
August 2024
Basis für den neuen Fahrplan
Frühere Umstiege
10 bis 20 Jahre
Lange Vorlaufzeit einplanen
Sensible Bundessysteme (USA)
31. Dezember 2030
Quantenresistente Schlüsselvereinbarung Pflicht
Gesamte US-Bundesverwaltung
2035
Ziel laut National Security Memorandum 10

Die frühe Frist stammt aus Executive Order 14412 und dem OMB-Memorandum M-26-15. Sie gilt für Anlagen mit hohem Wert, hoher Wirkung und weitere priorisierte sensible Bereiche. Die Schlüsselvereinbarung sorgt dafür, dass zwei Stellen gemeinsam ein geheimes Schlüsselmaterial erzeugen.

Warum der Umstieg mehr als ein Update ist

Der Wechsel lässt sich nicht mit einer Einstellung oder einem einzelnen Patch erledigen. Organisationen nutzen Softwarebibliotheken, Sicherheitshardware, digitale Zertifikate und Kommunikationsprotokolle. Alle müssen die neuen Verfahren unterstützen.

Dabei liegt vieles bei den Herstellern. Wann ein Betrieb umstellen kann, richtet sich danach, wann Anbieter ihre Produkte anpassen. Zudem müssen die neuen Versionen mit anderen Komponenten zusammenspielen.

NIST rät zu diesen Schritten:

  • Erfassen, wo überall Kryptografie im Einsatz ist.
  • Änderungen planen.
  • Produkte und Dienste mit Unterstützung für Post-Quanten-Verfahren einführen.
  • Betriebe mit langlebigen Geheimnissen zuerst angehen.
  • Anwendungen mit geringerem Risiko später umstellen.

Einordnung: Was das für Firmen in der Schweiz heisst

Die genannten Fristen gelten für US-Bundessysteme, nicht für Schweizer Firmen. Die Quelle sagt auch, dass die Vorgaben nicht für alle Unternehmen gelten. Relevant sind sie vor allem für Anbieter und Organisationen, die mit US-Behörden arbeiten. Sie können Vorgaben über Verträge und Lieferketten erreichen.

Für alle anderen gilt als Orientierung: Wer Informationen mit langer Geheimhaltungsdauer hält, sollte früh planen. Eine Bestandsaufnahme der eingesetzten Kryptografie kostet zunächst nur Zeit und kein Material. Konkrete Frankenbeträge für den Umstieg nennt die Quelle nicht. Auch eine Schweizer Frist ist darin nicht festgelegt.

Fazit

Mit NIST IR 8547 liegt ein klarer Zeitplan vor, der den Umstieg greifbar macht. Der nächste Schritt ist eine Inventur: Wo steckt Kryptografie in Software, Hardware, Zertifikaten und Protokollen? Danach lohnt es sich, bei Herstellern nach Plänen für Post-Quanten-Verfahren zu fragen. Betriebe mit langlebigen Geheimnissen kommen zuerst an die Reihe. Wer mehr wissen will, liest den Bericht von NIST und den Beitrag von Help Net Security.

Quellen: Help Net Security. Foto: Hans / Pixabay. Stand: 28. Oktober 2026.

Geschrieben von der Redaktion · Freigegeben von · So arbeitet die Redaktion

Änderungshistorie

  • — Artikel veröffentlicht.