Das Generalsekretariat des EDA hat IT-Dienste für 402 461 CHF freihändig an die Swisscom Broadcast AG vergeben. Es geht um das gesicherte Netz der OSZE-Ministerkonferenz am 3. und 4. Dezember 2026 in Lugano. Das EDA begründet den Verzicht auf eine Ausschreibung mit der Glasfaserinfrastruktur vor Ort und mit der Erfahrung bei hochgesicherten Anlässen. Die Meldung erschien am 23. Oktober 2026 auf SIMAP.
Inhalt 7 Abschnitte

Das EDA vergibt IT-Dienste für 402 461 CHF ohne Ausschreibung an die Swisscom Broadcast AG. Es geht um das gesicherte Netz der OSZE-Ministerkonferenz in Lugano.
Das Wichtigste in Kürze
- Freihändiger Zuschlag über 402 461 CHF: Das Generalsekretariat des EDA hat den Auftrag am 16. Oktober 2026 an die Swisscom Broadcast AG in Ittigen vergeben.
- Netz für einen sicherheitskritischen Anlass: Die Konferenz findet am 3. und 4. Dezember 2026 im Palazzo dei Congressi in Lugano statt.
- Begründung Glasfasernetz: Swisscom besitzt die physische Infrastruktur im und um das Kongresszentrum. Zudem verweist das EDA auf ihre Erfahrung mit hochgesicherten Veranstaltungen.
- Keine Konkurrenz zugelassen: Das EDA sieht Swisscom Broadcast als einzige mögliche Anbieterin für die gesuchten Leistungen.
Was das EDA für den OSZE-Ministerrat in Lugano bestellt hat
Der Bund veröffentlichte den Zuschlag am 23. Oktober 2026 auf SIMAP. Das Zuschlagsdatum ist der 16. Oktober 2026. Die Vergabestelle ist das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten. Die Quelle nennt keine spätere Aktualisierung.
Die Leistung umfasst mehrere Bausteine:
- gesicherte Infrastruktur für WLAN und LAN-Verbindungen vor Ort
- Aufbau und Scanning verschiedener SSID-Netzwerke
- Anbindung von Printsystemen an diese Netze
- Pikettdienst vor Ort während der Vorbereitungs- und Anlasstage
Als Leistungsart nennt SIMAP IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung. Die Vergabestelle sitzt im Kanton Bern.
Die Eckdaten im Überblick
| Kennzahl | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
Auftragssumme |
402 461 CHF |
Mehrwertsteuer je nach Angabe, die Quelle klärt das nicht näher |
Zuschlag an |
Swisscom Broadcast AG, Ittigen |
Sitz im Kanton Bern |
Zuschlagsdatum |
16. Oktober 2026 |
Veröffentlichung auf SIMAP am 23. Oktober 2026 |
Anlass |
3. und 4. Dezember 2026 |
OSZE-Ministerkonferenz im Palazzo dei Congressi |
Verfahren |
Freihändig nach Art. 21 Abs. 2 Bst. c BöB |
Keine Ausschreibung, keine Konkurrenzofferten |
Warum der freihändige Zuschlag ohne Ausschreibung auskommt
Das EDA beruft sich auf Art. 21 Abs. 2 Bst. c des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen. Es nennt zwei Gründe.
Erstens besitzt Swisscom die physische Infrastruktur des Glasfasernetzes im und um den Palazzo dei Congressi. Zweitens bringt das Unternehmen Erfahrung mit hochgesicherten Veranstaltungen mit.
Daraus folgert die Vergabestelle, dass nur die Swisscom Broadcast AG infrage kommt. Ob andere Anbieter diese Sicht teilen, steht nicht in der Quelle. Auch zur Preisbildung macht die Veröffentlichung keine Angaben.
Einordnung: Was das für Key Account Manager heisst
Der Fall zeigt, wie der Besitz der Netzinfrastruktur vor Ort Aufträge sichert. Wer Anlässe oder temporäre Netze bei der öffentlichen Hand verkauft, trifft auf einen Anbieter mit Heimvorteil. Für Mitbewerber von Swisscom bleibt in solchen Fällen oft nur die Rolle des Unterauftragnehmers. Ob es hier Unteraufträge gibt, geht aus der Quelle nicht hervor.
Für das nächste Kundengespräch mit Bund, Kantonen oder Gemeinden lohnt sich die Frage nach eigenen Standortvorteilen. Der Zuschlag liegt bereits vor, die Konferenz folgt im Dezember 2026. Neue Aufträge aus diesem Anlass sind daher nur über Zulieferungen denkbar.
Fazit
Du kennst jetzt Betrag, Vergabegrund und Termin dieses Zuschlags. Der Bund zahlt 402 461 CHF für ein gesichertes Netz in Lugano. Als nächsten Schritt kannst du die SIMAP-Meldung im Original lesen. Dort findest du die Begründung im vollen Wortlaut.
Quellen: SIMAP Bund (IT). Foto: blickpixel / Pixabay. Stand: 4. November 2026.
Geschrieben von der Redaktion · Freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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