Microsoft stellt die Companion-Apps Calendar, People und Files am 16. Dezember 2026 ein. Die automatische Installation über Microsoft 365 Apps läuft bereits aus, Sicherheitsupdates und Fixes gibt es nicht mehr. Admins stoppen Intune-Zuweisungen, entfernen die Apps von verwalteten Geräten und informieren die Belegschaft. Daten in Microsoft 365 bleiben erhalten.

Am 16. Dezember 2026 enden die Microsoft 365 Companion-Apps für Kalender, Personen und Dateien. Bis dahin bleiben dir knapp drei Monate, um sie von allen verwalteten Geräten zu entfernen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die drei Companion-Apps Calendar, People und Files enden am 16. Dezember 2026. Sie waren ohne Aufpreis bei berechtigten Microsoft-365- und Office-365-Lizenzen enthalten.
- Die automatische Installation über Microsoft 365 Apps ist bereits gestoppt. Neue Geräte erhalten die Apps damit nicht mehr von selbst.
- Sicherheitsupdates und Fixes gibt es nicht mehr. Bei Problemen empfiehlt Microsoft, die Apps zu deinstallieren.
- Deine Daten bleiben erhalten. Dateien, Termine und Kontakte liegen in Microsoft 365 und nicht in den Apps.
Was Microsoft zu den Companion-Apps angekündigt hat
Microsoft hat die Einstellung am 18. September 2026 im Message Center als MC1474111 veröffentlicht. Die Meldung nennt kein späteres Update. Die zugehörige Dokumentation auf Microsoft Learn trägt das Datum vom 17. September 2026.
Die Companion-Apps sitzen an der Windows-Taskleiste und zeigen Termine, Personen und Dateien. Laut Learn sind sie ein zusätzlicher Weg zu Informationen, die es ohnehin in Outlook, Teams, im Explorer oder in OneDrive gibt. Damit gehen keine Funktionen verloren. Wer die Apps entfernt, löscht keine Microsoft-365-Daten.
So kommen die Apps per Intune auf die Geräte
Die Apps gelangen auf drei Wegen auf einen Rechner. Erstens installiert Microsoft 365 Apps sie automatisch auf berechtigten Windows-11-Geräten, sofern niemand die automatische Installation abgeschaltet hat. Zweitens verteilen manche Firmen sie über Intune oder ein anderes Verteilwerkzeug. Drittens laden Nutzer sie selbst.
Deshalb reicht ein einzelner Schritt nicht. Wer nur deinstalliert, aber eine Intune-Zuweisung mit "Required" stehen lässt, bekommt die Apps nach kurzer Zeit zurück.
Was Admins jetzt tun
Microsoft beschreibt auf Learn eine feste Reihenfolge. Sie lässt sich in sechs Schritten abarbeiten:
- Stoppe alle Wege, über die Apps neu installiert werden können.
- Informiere die Belegschaft und verweise auf Outlook, Teams, Windows-Suche, Explorer, SharePoint und OneDrive.
- Entferne Installationslinks und Anleitungen aus internen Softwarekatalogen.
- Deinstalliere die Apps über Intune oder dein Verwaltungswerkzeug von allen verwalteten Geräten.
- Bitte Nutzer unverwalteter Geräte, die Apps selbst zu entfernen.
- Beobachte die Entfernung, bis keine Installation mehr gemeldet wird.
Zudem gibt es zwei Einstellungen, die du prüfen solltest:
| Ort | Einstellung | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Microsoft 365 Apps Admin Center | Enable automatic installation of Microsoft 365 companion apps | Haken entfernen, damit später keine Verwirrung entsteht |
| Intune, Bereich Apps und Windows | Eintrag "Microsoft 365 companion apps" mit Required oder Available | Zuweisungen löschen, sonst installiert Intune die Apps erneut |
| Intune, Zuweisungen | Uninstall-Zuweisung für alle Nutzer oder Geräte | Anlegen und unter Monitor den Status der Geräte verfolgen |
Microsoft weist darauf hin, dass Apps offen bleiben können, bis Nutzer sie schliessen oder sich abmelden. Manche Geräte brauchen einen Neustart, bis die Apps ganz verschwinden. Das ist laut Learn erwartetes Verhalten.
Auf Geräten ohne Verwaltung geht es von Hand: Unter "Einstellungen, Apps, Installierte Apps" suchst du nach den Microsoft 365 Companions und wählst "Deinstallieren". Das Entfernen einer App entfernt alle drei.
Passende Vorbereitung für weitere Abschaltungen
Die Frist im Dezember kommt zu anderen Abkündigungen im Herbst hinzu. Wie du solche Fristen im Blick behältst, zeigt der Artikel zur Abschaltung von EWS in Exchange Online.
Fazit
Die Companion-Apps verschwinden zum 16. Dezember 2026, und mit ihnen die Sicherheitsupdates. Der Aufwand ist klein, wenn du zuerst die Installationswege stoppst und dann zentral deinstallierst. Plane dafür noch im Herbst ein Zeitfenster ein und kündige es der Belegschaft an.
Quellen: Message Center MC1474111, Microsoft Learn: Companion apps retirement. Foto: StartupStockPhotos / Pixabay. Stand: 18. September 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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