Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

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Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Exchange 2016/2019: Oktober-Updates sind die letzten

Blog · 17.10.2026
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Microsoft hat am 13. Oktober 2026 die letzten Sicherheitsupdates für Exchange 2016 und 2019 veröffentlicht, nur für Kunden mit Period-2-ESU. Der Artikel erklärt, was ab jetzt gilt: die angehobene Mindestversion für Mailversand nach Exchange Online, die Stufen von Drosselung und Blockade, das ausbleibende Exchange SE CU1 und die Oktober-Windows-Updates, nach denen Exchange-Server mit MapiExceptionMdbOffline ausfallen können. Dazu die Schritte für Administratoren.

Symbolfoto zum Artikel „Exchange 2016/2019: Oktober-Updates sind die letzten“
jetzt ist Schluss.
Zeit zum Umstieg.
Foto: prescriptive.solutions

Am 13. Oktober 2026 kam das letzte Sicherheitsupdate für Exchange 2016 und 2019. Den am selben Tag veröffentlichten Beitrag hat Microsoft zuletzt am 16. Oktober 2026 ergänzt, mit einem Hinweis auf Störungen durch die aktuellen Windows-Patches. Wer sie noch betreibt, hat ab jetzt zwei Probleme: Die Cloud drosselt veraltete Installationen, und ein Windows-Patch macht laufende Systeme instabil. Ich habe die offiziellen Beiträge des Exchange-Teams gelesen und fasse zusammen, was Du jetzt prüfen und tun solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Exchange 2016 und 2019 bekommen nach dem Oktober 2026 keine Updates mehr. Das ESU-Programm endet, eine Verlängerung gibt es laut Microsoft nicht.
  • Exchange Online verlangt seit der zweiten Septemberwoche mindestens den Stand vom Oktober 2025. Das gilt für Server, die über einen Eingangsconnector vom Typ OnPremises senden.
  • Die nächste Anhebung kann nur noch mit ESU oder Exchange SE erfüllt werden. Sie soll in mehreren Monaten folgen.
  • Die Oktober-Windows-Updates können Exchange-Server nach rund einem Tag ausfallen lassen. Microsoft nennt eine Abhilfe per Registrywert.
  • Das nächste Cumulative Update für Exchange SE hat keinen Termin. Sicherheitsupdates erscheinen derzeit jeden Monat.

Exchange 2016 und 2019: Was am 13. Oktober endete

Die Oktober-Patches gibt es für Exchange SE RTM sowie für Exchange 2019 CU14 und CU15 und Exchange 2016 CU23. Für die beiden älteren Versionen bekommst Du sie nur mit Period-2-ESU. Danach erscheinen Korrekturen nur noch für Exchange SE.

Die ESU-Verlängerung hat Microsoft am 14. August ausdrücklich abgelehnt. Das Team schreibt, es werde keine weitere Verlängerung geben, auch nicht für Kunden mit Period 2. Zudem nennen Ankündigungen und CVE-Meldungen die alten Versionen künftig nicht mehr. Sicher sind sie damit trotzdem nicht: Microsoft prüft sie nur nicht mehr auf Schwachstellen.

Der Wechsel auf Exchange SE gilt als gut machbar. Das Team beschreibt das In-Place-Upgrade von Exchange 2019 CU14 oder CU15 auf SE RTM als geringes Risiko, weil sich technisch wenig ändert. Die Lizenzanforderungen entsprechen denen von Exchange 2019.

Microsoft drosselt veraltete Server in der Cloud

Seit der zweiten Septemberwoche 2026 gilt eine höhere Mindestversion. Wer mit Exchange 2016 oder 2019 über einen Eingangsconnector vom Typ OnPremises Mail an Exchange Online schickt, braucht mindestens den Stand des letzten öffentlichen Updates vom Oktober 2025. Andere Connector-Typen sind laut Microsoft nicht betroffen, das kann sich aber ändern.

Die Mechanik dahinter ist seit Jahren bekannt. Sie arbeitet in Stufen, die ab der ersten Erkennung eines zu alten Servers laufen:

Zeit seit Erkennung Folge
bis Tag 30 Nur Bericht, der Eintrag steht in der Liste veralteter Systeme
Tag 30 bis 60 Drosselung, alle 10 Tage stärker
Tag 60 bis 90 Drosselung und Blockade, alle 10 Tage stärker
ab Tag 90 Die Cloud nimmt keine Mails mehr an

Quelle: Beitrag des Exchange-Teams zur Drosselung veralteter Server. Wird das System später gepatcht, nimmt die Cloud seine Mails wieder an.

So bekommt der Absender eine dauerhafte SMTP-Fehlermeldung 550 mit dem Code 5.7.230 und einen Unzustellbarkeitsbericht. Er muss die Mail erneut senden. Jeder Mandant kann die Durchsetzung bis zu 90 Tage pro Jahr pausieren.

Deshalb ändert die Anhebung im September die Lage. Beim nächsten Mal liegt die geforderte Version über allem, was öffentlich verfügbar ist, und nur Kunden mit ESU oder Exchange SE bleiben ungedrosselt. Microsoft schätzt den Zeitpunkt auf mehrere Monate.

Sicherheit: Windows-Patches und MapiExceptionMdbOffline

Seit dem Patchday am 13. Oktober melden Administratoren instabile Exchange-Server. Das Exchange-Team beschreibt Symptome wie diese: OWA zeigt MapiExceptionMdbOffline, im Anwendungsprotokoll steht die Ereignis-ID 1006, die Warteschlangen wachsen über den Tag, und DAG-Mitglieder erreichen kein Quorum. Ein Neustart hilft vorübergehend.

Laut Microsoft liegt die Ursache bei folgenden Windows-Updates, die Exchange-Updates sind unbeteiligt: KB5126646 (Server 2025), KB5126655 (Server 2022), KB5126651 (Server 2019) und KB5126868 (Server 2016). Betroffen sind alle Exchange-Versionen auf diesen Systemen. Die Schwere hängt von der Last ab, manche Server bleiben unauffällig. Das Fachmedium windows-faq.de berichtet, dass die Fehler oft 24 bis 30 Stunden nach der Installation auftreten.

Dazu gibt es eine Abhilfe. Microsoft empfiehlt, die Windows-Updates nicht zu deinstallieren. Stattdessen setzt Du in einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten einen Registrywert und startest den Server neu:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Rpc" /v EpmapSavedContextCap /t REG_DWORD /d 65536 /f

Tritt das Problem danach wieder auf, erhöhst Du den Wert. Laut Team half das in allen bisher begleiteten Kundenfällen. Weitere Details stehen in der Windows-Dokumentation zu bekannten Problemen.

Weitere Änderungen im Exchange-Umfeld

Seit dem August-Update ist OWA Light dauerhaft abgeschaltet, und jedes spätere Update hält es so. Der Hintergrund ist die Schwachstelle CVE-2026-62914. Wer das Update nicht installieren kann, soll OWA Light per Konfiguration abschalten.

Ausserdem ist das erste Cumulative Update für Exchange SE verschoben. Microsoft begründet das mit der hohen Zahl an Sicherheitsproblemen, die auch mit KI-Werkzeugen gefunden werden. CU1 soll erscheinen, sobald ein Monat ohne dringende Sicherheitskorrektur vergeht. Einen Termin nennt das Team nicht.

Wer parallel Exchange Online nutzt, sollte ausserdem die EWS-Abschaltung in Exchange Online im Blick haben. Sie betrifft Hybrid-Umgebungen ebenfalls. Allgemein zum Oktober-Patchday steht mehr im Artikel Patchday Oktober 2026.

Was Du jetzt tun solltest

  1. Stand prüfen: Lass das Health-Checker-Skript des Exchange-Teams auf allen Servern laufen. Es zeigt, welche Updates fehlen.
  2. Auf Exchange SE wechseln: Plane das In-Place-Upgrade von Exchange 2019 CU14 oder CU15 auf SE RTM.
  3. Hybrid-Server nicht vergessen: Auch reine Verwaltungsserver brauchen die Sicherheitsupdates, schreibt Microsoft.
  4. Windows-Server beobachten: Wenn die Oktober-Updates installiert sind, überwache Datenbanken, Warteschlangen und DAG, laut windows-faq.de mindestens 36 Stunden lang.
  5. Abhilfe bereithalten: Setze den Registrywert EpmapSavedContextCap bei den beschriebenen Symptomen, statt Updates zu entfernen.
  6. Exchange Online beobachten: Schau im Exchange Admin Center in den Mailfluss-Bericht, bevor eine Drosselung greift.

Fazit

Mit dem Oktober-Update endet die Unterstützung für Exchange 2016 und 2019 endgültig, und Exchange Online zieht die Schraube für veraltete Server an. Wer noch nicht auf Exchange SE ist, sollte den Wechsel jetzt planen, weil die nächste Anhebung nur noch mit ESU oder SE erfüllbar ist. Für instabile Server nach den Windows-Updates gibt es eine dokumentierte Abhilfe, die Du vor einer Deinstallation versuchen solltest.

Quellen: Exchange 2016/2019: Throttling and Blocking up to the Final Public Update Baseline, Drosselung und Blockade veralteter Server, ESU-Programm endet im Oktober 2026, Oktober-Sicherheitsupdates, Instabile Server nach Windows-Updates, August-Sicherheitsupdates, Wo bleibt Exchange SE CU1, windows-faq.de. Foto: ann_zima / Pixabay. Stand: 17. Oktober 2026.

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