Microsoft hat zur Build 2026 die Hosted Agents im Foundry Agent Service vorgestellt. Jede Sitzung läuft in einer durch einen Hypervisor isolierten Sandbox mit eigenem Dateisystem und automatisch vergebener Entra-Identität. Code aus Python oder .NET lässt sich per azd ohne Container bereitstellen. Der Dienst gibt es in mehr als 20 Regionen, die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende Juni 2026 angekündigt.

Microsoft betreibt KI-Agenten in mehr als 20 Regionen in isolierten Sandboxes. Die Hosted Agents im Foundry Agent Service sollen Teams den Bau eigener Container ersparen. Die allgemeine Verfügbarkeit nennt Microsoft für Ende Juni 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Jede Sitzung bekommt eine eigene Sandbox. Ein Hypervisor isoliert sie, dazu kommen ein eigenes Dateisystem und eine automatisch erstellte Entra-Identität.
- Container sind nicht nötig. Python- oder .NET-Projekte gehen als Zip per Azure Developer CLI (azd) in die Cloud.
- Der Dienst steht in mehr als 20 Azure-Regionen bereit. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende Juni 2026 angekündigt.
- Mehrere Funktionen sind noch Preview. Dazu zählen Sicherheitsfilter, Sprachanbindung und der Agent Optimizer.
Sandbox: Wie die Isolation arbeitet
Der Beitrag im Foundry-Blog erschien erstmals am 2. Juni 2026. Zuletzt aktualisiert wurde er laut Quelle nicht.
Laut Microsoft läuft jede Sitzung in einer Sandbox mit eigener Rechenleistung, eigenem Speicher und Dateisystem. Der Speicherplatz bleibt erhalten, und OpenTelemetry-Tracing ist eingebaut. Jeder Agent erhält automatisch eine Identität in Microsoft Entra ID. Damit lassen sich Berechtigungen wie bei einem Benutzerkonto vergeben.
Das Build-Liveblog nennt zudem Kaltstarts unter 100 Millisekunden und keine Kosten im Leerlauf. Das sind Aussagen von Microsoft, geprüfte Messwerte liegen nicht vor.
Bereitstellung und Frameworks
Als Laufzeiten nennt Microsoft die Versionen 3.13 und 3.14 sowie .NET 10. Du packst den Code in eine Zip-Datei und stellst ihn mit azd bereit, entweder mit Build in der Cloud oder mit gebündelten Abhängigkeiten.
Dabei bleibt die Wahl des Frameworks offen. Der zweite Beitrag nennt Microsoft Agent Framework, das GitHub-SDK für Copilot und LangGraph. Fertige Lösungen lassen sich in Teams veröffentlichen, mit automatisch übernommener Identität.
| Funktion | Stand | Bemerkung |
|---|---|---|
| Hosted Agents | GA bis Ende Juni 2026 angekündigt | Mehr als 20 Regionen |
| Content-Safety-Filter | Public Preview | Prüft Anfragen und Antworten in Echtzeit |
| Voice Live und WebSocket | Public Preview | Zunächst nur North Central US |
| Agent Optimizer | Private Preview | Public Preview binnen 30 Tagen angekündigt |
Quelle: Foundry-Blog vom 2. Juni 2026.
Was Entscheider prüfen sollten
Für Firmen zählt vor allem die Frage, wer den Betrieb übernimmt und absichert. Hier liefert Microsoft Isolation und Identität. Prüfe aber, welche Rechte das automatisch angelegte Konto erhält und ob der Datenstandort passt. Zu Preisen schweigt die Quelle.
Wie Agenten mit eigenem Konto arbeiten, zeigt der Artikel zu Copilot-Studio-Agenten mit eigenem Konto.
Fazit
Hosted Agents nehmen Teams den Bau und Betrieb der Laufzeitumgebung ab. Isolation und Konto kommen ab Werk. Bevor du produktive Agenten verschiebst, wartest du die allgemeine Verfügbarkeit ab und klärst Rechte und Preise.
Quellen: Microsoft Foundry Blog (Hosted Agents), Microsoft Foundry Blog (Agent Service), Microsoft Build 2026 Liveblog. Foto: wal_172619 / Pixabay. Stand: 2. Juni 2026.
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