Laut Roadmap-Eintrag RM570430, veröffentlicht am 30. September 2026, können Makers ihren Copilot-Studio-Agenten ein eigenes, verwaltetes Microsoft-365-Konto geben, mit Postfach, Teams-Präsenz und Office-Zugriff. Die Preview ist für September geplant, die allgemeine Verfügbarkeit für November 2026, der Status lautet "In development". Der Beitrag ordnet ein, was sich für Admins ändert und wie sich das Konto von den Agent-IDs unterscheidet, die Copilot Studio schon heute anlegt.

Copilot-Studio-Agenten sollen ein eigenes Microsoft-365-Konto bekommen. Laut Roadmap läuft die Preview im September, die allgemeine Verfügbarkeit ist für November 2026 geplant.
Das Wichtigste in Kürze
- Agenten erhalten ein eigenes, verwaltetes Microsoft-365-Konto. Dazu gehören ein Postfach, Teams-Präsenz und Zugriff auf Office.
- Die Preview ist für September 2026 geplant, die allgemeine Verfügbarkeit für November. Der Status im Roadmap-Eintrag lautet "In development".
- Admins steuern Zugriff und Richtlinien. Der Agent gilt dabei als eigenständige Einheit mit eigener Governance.
- Das Feature gilt für die Cloud Worldwide (Standard Multi-Tenant). Als Plattform nennt der Eintrag das Web.
Copilot Studio: Was Microsoft angekündigt hat
Der Roadmap-Eintrag RM570430 trägt den Titel "Persistent identity for Copilot Studio Agents". Er wurde am 30. September 2026 veröffentlicht, ein späteres Update ist nicht vermerkt. Laut Beschreibung können Makers ihren Agenten künftig eigene Konten geben, die zu einer verwalteten Microsoft-365-Identität werden.
Damit tritt ein Agent dort auf, wo Menschen arbeiten: Er hat ein eigenes Postfach, erscheint in Teams und greift auf Office zu. Microsoft nennt als Ziel gemeinsame Geschäftsabläufe, an denen mehrere Teams beteiligt sind. Admins behalten die Kontrolle über Zugriff, Richtlinien und Nutzung.
Was sich bei der Identität ändert
Schon heute vergibt Copilot Studio Identitäten an Agenten. Die Learn-Seite zu Agent-Identitäten und Authentifizierung beschreibt Entra Agent IDs. Das sind Dienstprinzipale mit dem Untertyp "Agent", die Copilot Studio für neue Agenten automatisch anlegt. Seit Mai 2026 gibt es sie, ältere Agenten nutzen noch App-Registrierungen und sollen später migriert werden.
Diese Identitäten dienen der Anmeldung an Kanälen und Diensten. Ein Postfach oder Teams-Präsenz gehört nicht dazu. Das angekündigte Konto geht also weiter: Es macht den Agenten für Kollegen sichtbar und ansprechbar. Ob und wie es sich zu den Agent IDs verhält, regelt der Eintrag nicht. Das bleibt bis zur Preview offen.
| Merkmal | Agent-ID heute | Angekündigtes Agent-Konto |
|---|---|---|
| Zweck | Anmeldung an Kanälen und Diensten | Zusammenarbeit wie ein Kollege |
| Postfach und Teams-Präsenz | Nein | Ja, laut Roadmap |
| Verwaltung | Entra Admin Center | Admins steuern Zugriff und Richtlinien |
Eigene Zusammenfassung aus Roadmap-Eintrag RM570430 und Microsoft Learn.
Was Admins vorbereiten sollten
Bis zur allgemeinen Verfügbarkeit im November bleibt Zeit für Grundlagen. Die folgenden Punkte sind meine Empfehlung und nicht Teil der Meldung:
- Lege fest, wer in deinem Tenant Agenten mit eigenem Konto anlegen darf.
- Definiere Namensregeln und Verantwortliche je Agent, damit jedes Konto einen Besitzer hat.
- Prüfe, welche Postfächer und Dateien ein Agent erreichen darf, und beginne mit möglichst wenigen Rechten.
- Beziehe die Konten in Berichte, Zugriffsprüfungen und das Offboarding ein, so wie bei Mitarbeitenden.
Dabei hilft der Blick auf bestehende Erfahrungen mit Copilot im Alltag, etwa im Beitrag zu Copilot Cowork.
Fazit
Agenten mit eigenem Konto verschieben die Grenze zwischen Werkzeug und Kollege. Für Admins heisst das: Ein Agent verlangt dieselbe Sorgfalt wie ein Mitarbeitender, von der Berechtigung bis zur Abmeldung. Nutze die Zeit bis zur Preview, um Regeln festzulegen, bevor die ersten Agenten Mails verschicken.
Quellen: Microsoft 365 Roadmap RM570430 (Spiegel), Microsoft Learn: Agent-Identitäten in Copilot Studio. Foto: JeongGuHyeok / Pixabay. Stand: 30. September 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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