Moonshot AI hat am 27. Juli 2026 die Gewichte von Kimi K3 auf Hugging Face veröffentlicht: 2,8 Billionen Parameter, 1,56 TB. Die Lizenz gilt als open weight, nicht als Open Source. Anbieter von Model-as-a-Service mit mehr als 20 Millionen US-Dollar Umsatz brauchen einen separaten Vertrag. Firmen sollten das vor dem Eigenbetrieb prüfen.

Moonshot AI hat am 27. Juli 2026 die Gewichte von Kimi K3 freigegeben. Das Modell hat 2,8 Billionen Parameter, und die Dateien wiegen 1,56 TB.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Gewichte liegen offen auf Hugging Face. Moonshot AI veröffentlichte Kimi K3 mit 2,8 Billionen Parametern, die Dateien umfassen 1,56 TB.
- Die Lizenz ist open weight, nicht Open Source. Das sagt Moonshot AI selbst.
- Grosse Hosting-Anbieter brauchen einen Sondervertrag. Wer Model-as-a-Service betreibt und in zwölf aufeinanderfolgenden Monaten mehr als 20 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt, muss vorher mit Moonshot AI eine separate Vereinbarung schliessen.
- Die API kostet 3 Dollar Eingabe und 15 Dollar Ausgabe je Million Tokens. Sieben Anbieter über OpenRouter verlangen laut Simon Willison ähnliche Preise wie Moonshot direkt.
Was Kimi K3 technisch mitbringt
Laut Modellkarte auf Hugging Face ist Kimi K3 ein Mixture-of-Experts-Modell. Von den 2,8 Billionen Parametern sind je Token 104 Milliarden aktiv. Das Modell hat 93 Schichten und 896 Experten, von denen 16 pro Token arbeiten.
Zudem verarbeitet es Text, Bilder und Video bei einem Kontextfenster von einer Million Tokens. Ein Bildencoder mit 401 Millionen Parametern (MoonViT-V2) gehört dazu. Die Gewichte liegen in der Quantisierung MXFP4 vor, was die Hardwarewahl erleichtern soll.
Moonshot AI empfiehlt für den Betrieb vLLM, SGLang und TokenSpeed. Die Programmierschnittstelle unter platform.kimi.ai versteht OpenAI- und Anthropic-kompatible Aufrufe. Die Stärken sieht der Hersteller bei langen Programmieraufgaben, Agenten und Schlussfolgern. Das sind Herstellerangaben, die du selbst nachmessen solltest.
Die Lizenz im Detail
| Punkt | Regelung | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Open weight | Die Gewichte sind einsehbar, die Lizenz ist keine Open-Source-Lizenz |
| Schwelle | Mehr als 20 Mio. US-Dollar Umsatz in 12 Monaten | Gilt für Firmen mit Model-as-a-Service-Geschäft |
| Folge | Separater Vertrag vor der Nutzung | Ohne Einigung mit Moonshot AI darfst du die Software nicht einsetzen |
Simon Willison verweist auf den Vorgänger. Die Lizenz von K2 aus dem Juli 2025 verlangte eine Nennung für Produkte mit über 100 Millionen aktiven Nutzern im Monat oder 20 Millionen Dollar Monatsumsatz. Die Regeln wurden also angepasst. Lies den Lizenztext deshalb vollständig, bevor du das Modell produktiv einsetzt.
Was Firmen vor dem Eigenbetrieb klären
Ein Modell dieser Grösse betreibt kaum jemand nebenbei. Allein die Gewichte belegen 1,56 TB. Für die meisten Teams bleibt die gehostete API die praktische Wahl, und die Preise sind dort bekannt.
Dennoch hilft die Offenlegung. Du kannst das Modell prüfen, intern betreiben und Daten im eigenen Rechenzentrum halten. Frage dazu Rechtsabteilung und Einkauf, ob dein Geschäft unter die Umsatzklausel fällt. Wer das Modell nur intern nutzt, sollte das dennoch schriftlich klären. Wie sich ein offenes Modell lokal betreiben lässt, zeigt der Artikel zu Metas offenem KI-Modell.
Simon Willison hat seinen Beitrag am 27. Juli 2026 veröffentlicht, ein Update nennt er nicht.
Fazit
Kimi K3 ist ein sehr grosses Modell mit offenen Gewichten und einer Lizenz, die an den Umsatz von Hosting-Anbietern gebunden ist. Für die meisten Firmen zählt der Preis der API mehr als der Eigenbetrieb. Prüfe die Lizenz, bevor du das Modell in ein Produkt einbaust.
Quellen: Simon Willison, Hugging Face: Kimi-K3. Foto: Tumisu / Pixabay. Stand: 27. Juli 2026.
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