Am 24. Juli 2026 verlor die AWS-Region us-west-2 die Verbindung zur Seattle Metro. Regionsübergreifender Verkehr scheiterte rund 20 Minuten, Direct Connect über Seattle bis zu 77 Minuten. Verkehr innerhalb der Region lief weiter. AWS nennt Netzwerkhardware als Ursache, bei Folgeanbietern zog sich die Erholung über Stunden.

Am 24. Juli 2026 verlor AWS in der Region us-west-2 für rund 20 Minuten den Weg nach aussen. Wer Direct Connect über Seattle nutzte, wartete 77 Minuten auf Entlastung.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Verkehr über die Regionsgrenze scheiterte rund 20 Minuten. Von 10:55 bis 11:15 UTC liefen Zugriffe in Timeouts und Fehler, während der Verkehr innerhalb der Region weiterlief.
- Direct Connect über Seattle fiel 77 Minuten aus. Der Pfad über EqSe2 im Westin Building war von 10:55 bis 12:12 UTC gestört.
- AWS nennt Netzwerkhardware als Ursache. Betroffen war die Hardware, die das Routing zwischen der Region und der Seattle Metro trägt. Weitere Einzelheiten gab AWS nicht bekannt.
- Folgeanbieter erholten sich bis 21:28 UTC. Das liegt über neun Stunden nach der Wiederherstellung des Routings.
Was am 24. Juli geschah
Um 10:55 UTC verlor die Region die Verbindung zur Seattle Metro. Dadurch scheiterte jeder Verkehr, der die Regionsgrenze querte. Interne Verbindungen zwischen Diensten in us-west-2 funktionierten dagegen weiter.
Dabei nennt IncidentHub diese betroffenen Dienste: Direct Connect, Global Accelerator, Internet-Konnektivität, IoT Core, Site-to-Site VPN, API Gateway, EC2, ECS, Elastic Load Balancing und VPC. Zudem erreichten manche Kunden die Management Console nicht.
Danach folgte um 11:47 UTC eine zweite Störung. Die Routen mussten sich neu einschwingen, und das dauerte bis 11:59 UTC. Auch The Stack beschreibt diese kurze zweite Unterbrechung nach der Abhilfe.
| Zeitfenster (UTC) | Dauer | Was betroffen war |
|---|---|---|
| 10:55 bis 11:15 | 20 Minuten | Verkehr über die Regionsgrenze, Timeouts und Fehler |
| 11:47 bis 11:59 | 12 Minuten | Zweite Störung beim Neuaufbau der Routen |
| 10:55 bis 12:12 | 77 Minuten | Direct Connect über EqSe2 in Seattle |
Wie AWS kommunizierte
Intern waren die Ingenieure laut IncidentHub um 11:01 UTC automatisch eingebunden. Das erste öffentliche Update erschien um 11:40 UTC, also 45 Minuten nach Beginn. In dieser Zeit blieben Betreiber auf eigene Messungen angewiesen.
Zudem zeigte sich ein bekanntes Muster: Neun bestätigte Folgestörungen bei sieben Anbietern nannten AWS ausdrücklich als Auslöser. Drei weitere Fälle könnten ebenfalls daher stammen. Wer Dienste von Drittanbietern einsetzt, erbt deren Abhängigkeiten.
Einen Tag zuvor war bereits Azure West US betroffen. The Stack berichtet, dass dort ein Fehler im automatischen Umsetzungssystem bei Wartungsarbeiten mehr IP-Routen entfernte als vorgesehen. Beide Regionen liefen intern weiter, waren aber von aussen nicht erreichbar. Mehr zu solchen Fällen findest du im Überblick über die Azure-Ausfälle im Herbst 2026.
Was Betreiber jetzt prüfen
Die Quellen nennen keine Pflichtmassnahme. Der Vorfall zeigt aber, worauf sich eine Prüfung lohnt:
- Prüfe, ob deine Direct-Connect-Anbindung einen zweiten, räumlich getrennten Pfad hat.
- Teste, ob Dienste mit Verkehr nach aussen bei Timeouts sauber abbrechen und neu verbinden.
- Miss Erreichbarkeit von ausserhalb der Region, denn interne Messungen blieben in diesem Fall grün.
- Kläre, welche Drittanbieter deiner Kette in us-west-2 laufen.
IncidentHub hat die Auswertung am 25. Juli 2026 veröffentlicht. Ein späteres Update nennt die Quelle nicht.
Fazit
Ein defektes Routing zwischen Region und Seattle Metro genügte, um us-west-2 für Zugriffe von aussen zu kappen. Intern lief alles weiter, und genau das macht solche Störungen schwer zu erkennen. Plane deshalb Pfade und Messpunkte ausserhalb der Region ein.
Quellen: IncidentHub, The Stack. Foto: Bru-nO / Pixabay. Stand: 25. Juli 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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