Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Linux 7.2 ist da: Cache-bewusster Scheduler im Kernel

Blog · 17.08.2026
BLG-1294-ch-de

Linux 7.2 ist am 16. August 2026 erschienen. Der Kernel verteilt Prozesse nach Cache-Domänen, bringt schnelleres I/O auf AMD- und Intel-Systemen, grosse Folios für Btrfs, einen höheren NFS-Standardblock und Verbesserungen am NTFS-Treiber. Er bildet die Grundlage für Ubuntu 26.10. Handlungsbedarf besteht nicht; Betreiber sollten die Neuerungen aber vor dem Distributions-Update kennen.

Symbolfoto zum Artikel „Linux 7.2 ist da: Cache-bewusster Scheduler im Kernel“ (cpu, processor, macro)
Neuer Linux-Kernel
Scheduler mit Cache-Blick
Foto: blickpixel / Pixabay

Linux 7.2 ist seit dem 16. August 2026 stabil und bringt einen Scheduler, der den gemeinsamen Cache von Prozessen berücksichtigt. Wer Server oder Workstations betreibt, bekommt ihn mit den Distributions-Updates des Herbstes.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Scheduler achtet auf Cache-Domänen. Prozesse, die sich Ressourcen teilen, bleiben möglichst im selben Cache-Bereich, damit Daten seltener zwischen CPUs wandern.
  • Linux 7.2 erschien am 16. August 2026. Er soll laut Phoronix Ubuntu 26.10 und weitere kommende Distributionen antreiben.
  • I/O wird auf AMD- und Intel-Systemen schneller. Dazu kommen neue Treiber und eine schnellere Poll-Funktion.
  • Es gibt keinen Zwang zum Handeln. Die Neuerungen betreffen dich erst, wenn deine Distribution den Kernel ausliefert.

Was sich beim Scheduler ändert

Moderne Prozessoren bestehen aus mehreren Cache-Domänen. Wechselt ein Prozess zwischen ihnen, muss die CPU seine Daten neu laden. Der neue Lastverteiler beachtet das: Er hält Prozesse, die Ressourcen teilen, nach Angaben von Linuxiac in derselben Domäne und spart so unnötige Verschiebungen.

Nicht jede Änderung hielt bis zum Schluss. Phoronix nennt späte Rücknahmen. So kehrte der Kernel beim DRM-Scheduler zum FIFO-Verfahren zurück, weil der neue "Fair"-Standard Rückschritte verursachte.

Speicher, Netzwerk und Hardware

Bei den Dateisystemen und im Netzwerk nennt Linuxiac mehrere Punkte:

Bereich Änderung in 7.2 Was das bedeutet
Btrfs Grosse Folios standardmässig, experimentell bis 2 MB Weniger Verwaltungsaufwand bei grossen Dateien
NFS Standard-Blockgrösse 4 MB ab 16 GB RAM Mehr Durchsatz bei grossen Transfers
MultiPath TCP Bis zu 64 statt 8 Subflows Mehr Pfade pro Verbindung
NTFS Windows-Symlinks, besserer Schutz vor beschädigten Metadaten Sicherer Zugriff auf Windows-Datenträger
XFS Zonen-Speicher nicht mehr experimentell Reife Unterstützung für Zoned Storage

Bei der Hardware nennt Phoronix verbesserte AMD- und Intel-Treiber, HDMI 2.1 FRL im AMDGPU-Treiber, das Intel-Protokoll USB4STREAM und bessere Leistung der Grafikeinheit Arc B390. Linuxiac ergänzt Realtek-8922AU-WLAN-Sticks und Virtio-CAN-Schnittstellen.

Was Betreiber jetzt tun

Der Kernel erreicht zuerst die Rolling-Release-Distributionen, breitere Verfügbarkeit folgt laut Linuxiac in den kommenden Wochen. Plane deshalb keinen Sprung, sondern einen Test: Prüfe auf einer Testmaschine, ob dein Workload vom Scheduler profitiert, und lies vor dem Umstieg auf Ubuntu 26.10 die Release Notes deiner Distribution.

Auch für Plattformen wie JDK 27 gilt: Neue Basis-Releases im Herbst lohnen einen frühen Test in der Staging-Umgebung.

Phoronix hat die Meldung am 16. August 2026 (US-Ostküstenzeit, 19:12 Uhr) veröffentlicht, Linuxiac am 17. August 2026. Die Quellen nennen kein späteres Update.

Fazit

Linux 7.2 verbessert die Cache-Nutzung und das I/O auf aktueller Hardware, ohne dass du sofort handeln musst. Teste den Kernel auf einer Maschine mit deinem typischen Workload, bevor deine Distribution ihn ausliefert.

Quellen: Phoronix, Linuxiac. Foto: blickpixel / Pixabay. Stand: 17. August 2026.

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