Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

WSL Container: Linux-Container direkt in Windows testen

Blog · 02.09.2026
BLG-1310-ch-de

Microsoft hat WSL Container am 29. Juni 2026 als öffentliche Vorschau in WSL 2.9.3 freigegeben. Neu sind die Kommandozeile wslc.exe, eine API für C, C++ und C# sowie virtiofs mit doppelt so schnellem Windows-Dateizugriff. Für Unternehmen gibt es Richtlinien für erlaubte Registries und eine Defender-Anbindung. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Herbst 2026 angekündigt.

Symbolfoto zum Artikel „WSL Container: Linux-Container direkt in Windows testen“ (port, container ship, night)
Container in Windows
ohne Zusatzsoftware
Foto: LoboStudioHamburg / Pixabay

Windows führt Linux-Container künftig ohne Zusatzsoftware aus: Seit dem 29. Juni 2026 läuft WSL Container als öffentliche Vorschau, die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Herbst 2026 vorgesehen.

Das Wichtigste in Kürze

  • WSL Container bringt Linux-Container ohne Zusatzsoftware unter Windows. Die neue Kommandozeile heisst wslc.exe und lässt sich ähnlich bedienen wie bekannte Container-Werkzeuge.
  • Der Dateizugriff auf Windows-Daten wird doppelt so schnell. Dafür sorgt das neue Dateisystem virtiofs.
  • Die Funktion ist eine Vorschau. Du installierst sie mit wsl --update --pre-release in WSL 2.9.3.
  • Die allgemeine Verfügbarkeit ist für den Herbst 2026 angekündigt.

Microsoft hat den Beitrag am 29. Juni 2026 veröffentlicht und zuletzt am 2. September 2026 geändert. Angekündigt hatte der Konzern die Funktion schon zuvor auf der Build 2026. Wie Linuxiac am 3. Juni berichtete, sollte sie in den kommenden Monaten als Vorschau erscheinen.

WSL Container: Zwei Wege zur Nutzung

Über die Kommandozeile wslc.exe startest du Container, testest und debuggst sie. Microsoft zeigt als Beispiele einen vollständigen Linux-Desktop im Container und einen GPU-Test mit PyTorch. Zudem gibt es einen Alias namens container.

Der zweite Weg ist eine API. Windows-Anwendungen binden Linux-Container per NuGet-Paket ein, in C, C++ und C#. Die API fügt sich in MSBuild und CMake ein, sodass Bau und Bereitstellung Teil des normalen Build-Ablaufs werden. Damit lässt sich zum Beispiel vorhandener Linux-Code in einer Windows-Anwendung wiederverwenden.

Schneller, kompatibler, sparsamer

Dabei gibt es drei technische Neuerungen, die vorerst nur für WSL Container gelten:

Neuerung Wirkung Status
virtiofs als Dateisystem Windows-Dateizugriff laut Microsoft doppelt so schnell Standard in WSL Container
Netzwerkmodus consomme Leitet Linux-Verkehr über Windows, nützlich bei VPN und Proxy Experimentell
Speicherrückgabe Gibt ungenutzten Speicher des Linux-Systems an Windows zurück Verbessert

Das Release 2.9.3 auf GitHub nennt ausserdem Korrekturen zu virtiofs, zu Netzwerk-Portverfolgung und zu DNS-Tunneling.

Was Unternehmen bekommen

Administratoren steuern per Gruppenrichtlinie (ADMX), ob WSL-Distributionen oder Container erlaubt sind, und legen eine Liste zulässiger Registries fest. Die Intune-Oberfläche sollte laut Microsoft in den folgenden Wochen folgen.

Zusätzlich erkennt das Defender-Plugin für Endgeräte Ereignisse in Containern. Ein Nachtrag im Beitrag meldet, die Anbindung sei jetzt als öffentliche Vorschau verfügbar. Für VS Code gibt es Dev-Container-Unterstützung in einer Vorabversion: Du trägst dort wslc als Docker-Pfad ein. Mehr zur Entwicklungsumgebung steht im Artikel zu VS Code 1.137.

Fazit

WSL Container ist ein ernstzunehmender Kandidat für Container-Arbeit unter Windows, solange es Vorschau bleibt, jedoch nur für Tests. Probiere wslc auf einem Entwicklungsrechner aus und prüfe die Richtlinien, bevor die Funktion im Herbst allgemein erscheint.

Quellen: Windows Command Line Blog, WSL Release 2.9.3, Linuxiac. Foto: LoboStudioHamburg / Pixabay. Stand: 2. September 2026.

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