Kubernetes 1.37 mit dem Namen Garhwal ist am 26. August 2026 erschienen. Es umfasst 67 Verbesserungen, davon 16 stabil, 23 in der Beta und 27 im Alpha-Stadium. Stabil werden unter anderem die Metrics API, die Storage Version Migration und Pod-Zertifikate; die Skalierung auf null im Horizontal Pod Autoscaler erreicht die Beta. Betreiber sollten SELinux-Volumes, kube-proxy im ipvs-Modus und cgroup v1 prüfen.

Kubernetes 1.37 bringt 67 Verbesserungen, darunter eine Metrics API, die nach fast neun Jahren Beta stabil wird. Betreiber von Clustern finden im Release auch einige Änderungen, die vor dem Update eine Prüfung verdienen.
Das Wichtigste in Kürze
- Kubernetes 1.37 ist am 26. August 2026 erschienen. Das Release heisst Garhwal und enthält 67 Verbesserungen: 16 stabile, 23 in der Beta und 27 im Alpha-Stadium.
- Die Metrics API wird stabil. Sie liefert CPU- und Speicherwerte für Pods und Knoten und speist den Horizontal Pod Autoscaler und
kubectl top. - Der Autoscaler kann Workloads auf null Pods skalieren. Die Funktion ist jetzt in der Beta und standardmässig aktiv, funktioniert aber nur mit Objekt- oder externen Metriken.
- Die Version 1.37 erhält Updates bis 28. Oktober 2027. Ab dem 28. August 2027 gilt der Wartungsmodus.
Was stabil wird
Die Release-Notizen heben mehrere Funktionen hervor, die ab sofort als stabil gelten. Die Metrics API metrics.k8s.io hatte laut Kubernetes-Blog fast neun Jahre den Beta-Status. Alte Aufrufe mit v1beta1 bleiben während des Übergangs nutzbar.
Zudem gelten die Storage Version Migration und Pod-Zertifikate samt Cluster Trust Bundles als stabil. Die Migration schreibt bestehende Ressourcen nach einem API-Upgrade oder einer geänderten Verschlüsselung deklarativ in die neue Speicherversion um. Bisher waren dafür Skripte oder eine eigene Komponente nötig. Pod-Zertifikate verteilen Schlüssel und Zertifikate an Pods, wenn ein Signer-Controller sie ausstellt.
Auch die Kubernetes-eigene YAML-Variante KYAML wird stabil. Bestehende Manifeste müssen nicht umgeschrieben werden.
Neu in der Beta für Autoscaling und Speicher
| Funktion | Stand | Nutzen |
|---|---|---|
| HPA-Skalierung auf null | Beta, standardmässig aktiv | Warteschlangen-Konsumenten, Batch-Jobs und GPU-Workloads brauchen im Leerlauf keine Pods |
| Memory QoS | Beta, aktiv | Schützt angefordertes RAM und bremst Pods vor dem harten Limit (cgroups v2) |
| Manifestbasierte Admission-Konfiguration | Beta | Richtlinien gelten ab Start des API-Servers, auch ohne erreichbares etcd |
| Native Histogramme | Beta | Neues Histogrammformat für Kubernetes-Metriken |
Den Autoscaler setzt du mit minReplicas: 0 auf null:
spec:
minReplicas: 0
Er markiert den Zustand mit der Bedingung ScaledToZero. Für CPU- und Speicherwerte funktioniert das nicht, weil diese Werte laufende Pods voraussetzen.
Worauf Kubernetes-Betreiber beim Update achten
Dabei sind vier Punkte aus den Release-Notizen wichtig:
- SELinux: Die Flags SELinuxMount und SELinuxChangePolicy sind stabil und standardmässig aktiv. Volumes werden dann mit einem Kontext gemountet, statt rekursiv neu etikettiert zu werden. Pods mit unterschiedlichen SELinux-Labels, die dasselbe Volume auf einem Knoten teilen, können deshalb nicht mehr starten. Ohne SELinux merkst du nichts.
- kube-proxy: Der ipvs-Modus gilt als veraltet und protokolliert beim Start eine Warnung. Laut Plan ist er in 1.40 standardmässig aus und in 1.43 entfernt.
- Statische Pods: Sie dürfen keine Secrets oder ConfigMaps mehr referenzieren, und der Schalter zum Abschalten dieser Sperre ist entfernt.
- cgroup v1: Der Kubelet startet auf Knoten mit cgroup v1 nicht, solange
failCgroupV1nicht auffalsegesetzt ist. Das ist nur eine Übergangslösung.
Wer noch kube-dns betreibt, sollte zu CoreDNS wechseln. Neue Pakete für kube-dns soll es nach 1.40 nicht mehr geben.
Veröffentlichung und Zeitplan
Das Kubernetes-Projekt hat die Release-Notizen am 26. August 2026 veröffentlicht. Die Seite trägt als letzte Änderung den 2. September 2026, eine Korrektur am Blogbeitrag. Auf der Releases-Seite stehen Wartungsmodus am 28. August 2027 und Lebensende am 28. Oktober 2027. Wer Cluster auf eigener Hardware in der Cloud-Umgebung betreibt, findet Hintergründe im Beitrag zu AWS Outposts im Einzelrack.
Fazit
Kubernetes 1.37 macht die Metrics API stabil und bringt die Skalierung auf null in die Beta. Vor dem Update prüfst du SELinux-Volumes, ipvs und cgroup v1. Für den Rest genügt der Blick in die Release-Notizen.
Quellen: Kubernetes-Blog zu 1.37, Kubernetes Releases 1.37. Foto: PublicDomainPictures / Pixabay. Stand: 2. September 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
Änderungshistorie
- — Artikel veröffentlicht.