Ein Stromproblem in Googles Rechenzentrum bei London hat mehrere britische Banken und Dienste gestört. Nach rund sechs Stunden liefen die meisten Dienste wieder. Google will einen ausführlichen Bericht veröffentlichen. Der Vorfall zeigt, wie stark Firmen von wenigen Cloud-Anbietern abhängen.

Um 06:08 Uhr GMT versagte in Googles Rechenzentrum bei London der Strom. Britische Banken standen danach rund sechs Stunden still. Der Vorfall zeigt, wie viele Dienste an wenigen Cloud-Anbietern hängen. Auch Firmen in der Schweiz mit Cloud-Diensten können daraus lernen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Stromproblem in der Region europe-west2 löste den Ausfall aus. Google sprach von einem „power event“ im Rechenzentrum bei London.
- Nach rund sechs Stunden liefen die meisten Dienste wieder. Die Störung begann um 06:08 Uhr GMT, die Erholung meldete Google um 12:10 Uhr GMT.
- Betroffen waren Banken und weitere Dienste. Genannt werden Revolut, Lloyds und HSBC sowie Rightmove, DPD und Royal Mail.
- Google will einen vollständigen Bericht nachliefern. Die genaue Ursache bleibt bis dahin offen.
Google Cloud Ausfall: Was in London passiert ist
Am Dienstag fiel in einem Google-Rechenzentrum nahe London der Strom aus. Das berichtet Arab News. Google nannte den Vorfall in seinem Statusbericht ein „power event“. Er begann um 06:08 Uhr GMT. Um 12:10 Uhr GMT meldete Google, dass die meisten Arbeitslasten in der Region europe-west2 wieder liefen.
Zudem nennt die Hauptquelle kein genaues Kalenderdatum. Sie spricht nur von einem Dienstag und trägt das Jahr 2026. Das Datum der Erstveröffentlichung und eine spätere Aktualisierung sind im Text nicht angegeben. Als Stand dieses Beitrags gilt deshalb der 21. Oktober 2026.
Auch die zweite Quelle, ein Beitrag von Neowin, war beim Abruf nicht lesbar. Aus ihrer Überschrift geht hervor, dass sie zusätzlich Bank of Scotland und Equifax nennt. Das ist unbestätigt.
Wen es getroffen hat
Dabei fielen bei der Digitalbank Revolut mehrere Funktionen aus. Dazu zählten Bargeldbezüge am Automaten, Überweisungen und das Aufladen von Bankkarten. Eine Quelle aus dem Umfeld brachte das mit dem Google-Ausfall in Verbindung. Revolut entschuldigte sich und erklärte, Geld und Daten der Kunden seien sicher.
Lloyds und HSBC bestätigten Probleme für ihre Kunden. HSBC sprach von Schwierigkeiten beim Zugriff auf die Dienste und erwähnte, dass auch andere Organisationen betroffen seien. Lloyds erwartete am Nachmittag, dass bald alles wieder normal läuft.
Zudem verzeichnete die Plattform Downdetector laut Bericht hunderte Meldungen. Sie betrafen Firmen in Grossbritannien:
- die Immobilienseite Rightmove,
- den Lieferdienst DPD,
- die Post Royal Mail.
Die wichtigsten Zahlen zum Cloud-Ausfall
Die folgende Tabelle fasst die Eckdaten des Vorfalls zusammen.
| Kennzahl | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Beginn | 06:08 Uhr GMT | Google nannte ein Stromereignis als Auslöser |
| Erholung der meisten Dienste | 12:10 Uhr GMT | Der Ausfall dauerte rund sechs Stunden |
| Betroffene Region | europe-west2 | Es handelt sich um das Rechenzentrum bei London |
| Anbieter mit Infrastruktur im Grossmassstab in Grossbritannien | 3 | Google Cloud, Microsoft Azure und Amazon Web Services |
| Bericht von Google | in den kommenden Tagen | Die Ursache ist bisher nicht abschliessend geklärt |
Abhängigkeit von wenigen Cloud-Anbietern
Der Vorfall hat die Sorge um die Abhängigkeit von Cloud-Anbietern neu entfacht. Diese Anbieter liefern IT-Ressourcen auf Abruf, ohne dass Firmen eigene Serverparks bauen müssen. Lokale Anbieter haben laut Bericht Marktanteile verloren. Auch ein weltweiter Ausfall bei Amazons Cloud im vergangenen Jahr legte viele Dienste für Spiele, Firmen und Verkehr lahm.
Der Cybersicherheitsprofessor Alan Woodward von der University of Surrey sagt, nur drei Anbieter könnten in Grossbritannien die nötigen Datenmengen im grossen Stil bewältigen. Ihre Zentren blieben anfällig für lokale Störungen. Das Problem verschärfe sich mit dem KI-Boom, weil die Nachfrage steige.
Damit tragen viele Firmen dasselbe Risiko. Fällt ein Standort aus, trifft es alle Kunden dieser Region zugleich.
Einordnung: Was das für Admins und Firmen in der Schweiz heisst
Die Quellen nennen keine Schweizer Betroffenen. Die Lehre gilt trotzdem für jedes Team, das Dienste bei einem grossen Cloud-Anbieter betreibt. Admins sollten prüfen, welche Systeme nur in einer einzigen Region laufen. Dabei zählt, ob ein Ausfall wie dieser mit rund sechs Stunden überbrückbar wäre. Konkrete Kosten oder Fristen nennen die Quellen nicht, und der Google-Bericht dürfte klären, ob weitere Massnahmen nötig sind.
Fazit
Ein einzelner Stromausfall in einer Region reichte, um Banken, Lieferdienste und die Post zu stören. Du weisst nun, welche Fragen du an deine eigene Cloud-Planung stellen solltest. Der nächste Schritt ist ein Blick auf Abhängigkeiten von einzelnen Regionen. Lies danach den angekündigten Google-Bericht, sobald er erscheint.
Quellen: Hacker News, Arab News. Foto: Firmbee / Pixabay. Stand: 21. Oktober 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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