Broadcom hat die öffentlichen Downloads des Virtual Disk Development Kit entfernt. Das Kit gibt es nur noch über Partner des Technology Alliance Program. Betroffen sind vor allem Backup- und Migrationswerkzeuge, die das Kit bisher selbst geholt haben. Admins sollten Runbooks, Installationsmedien und Automation jetzt prüfen.

Seit rund dem 25. August 2026 gibt es das VDDK nicht mehr frei zum Download. Das Kit kommt nur noch über Partner. Das trifft Backup- und Migrationswerkzeuge, die es bisher selbst geholt haben. Admins sollten ihre Abhängigkeiten jetzt prüfen.
Das Wichtigste in Kürze
- Download gesperrt: Broadcom hat die Seiten rund um den 25. August 2026 ohne Ankündigung entfernt.
- Nur noch über Partner: Das Kit bleibt für den lizenzierten Zweck über ausgewählte Mitglieder des Technology Alliance Program erhältlich.
- Migration kann scheitern: Fehlt das Kit in einer neuen Proxy-VM oder Appliance, bricht der Weg von vSphere zu einer anderen Plattform womöglich ab.
- Keine Übergangsfrist: Broadcom nennt weder ein Datum für den Wechsel noch einen Ersatzweg für Firmen ohne Partnerstatus.
Was das VDDK ist und wer es braucht
Das Virtual Disk Development Kit ist eine Sammlung von Bibliotheken und Werkzeugen. Es greift auf virtuelle Festplatten im VMDK-Format zu. Hersteller von Speicher-, Backup- und Recovery-Software sind die Hauptzielgruppe.
Zusammen mit den vSphere Storage APIs for Data Protection sichert und stellt das Kit virtuelle Maschinen über Snapshots wieder her. Für Admins ist es trotzdem mehr als ein Entwicklerthema. Einige Migrationswerkzeuge lesen damit Festplatten aus vSphere und wandeln sie in andere Formate um.
Typische Betroffene sind:
- Teams, die eine Backup-Appliance neu aufsetzen oder wiederherstellen
- Projekte, die virtuelle Maschinen von vSphere auf eine andere Plattform verschieben
- Entwickler freier Werkzeuge, die das Kit bisher selbst heruntergeladen haben
Das Werkzeug selbst bleibt oft verfügbar. Nur die Bibliothek fehlt dann beim Neuaufbau. Eine laufende Installation fällt daher womöglich erst bei der nächsten Neuinstallation oder Wiederherstellung auf.
Was Broadcom dazu sagt
Broadcom hat die Änderung gegenüber Fachmedien bestätigt. Die Meldung stammt von heise online. Sie erschien erstmals am 22. September 2026 und wurde zuletzt am selben Tag aktualisiert. Der Bericht stützt sich auf eine Aussage gegenüber The Register und auf einen Hinweis von TechTarget. Die Seiten verschwanden laut Bericht rund um den 25. August 2026. Mehr Hintergrund liefert die Originalmeldung von heise online.
Broadcom stellt den Schritt als Durchsetzung bestehender Lizenzbedingungen dar. Das Kit sei ein eigenständig lizenziertes SDK. Es sei nie Teil eines Broadcom-Softwarekaufs gewesen. Einen allgemeinen Anspruch von vSphere-Kunden auf Download oder Nutzung erkennt der Hersteller nicht an.
| Kennzahl | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Zeitpunkt der Sperre | rund 25. August 2026 | Die Download-Seiten wurden ohne öffentliche Ankündigung entfernt. |
| Neuer Bezugsweg | Technology Alliance Program | Nur ausgewählte Partner liefern das Kit für den lizenzierten Zweck. |
| Übergangsfrist | keine genannt | Teams haben keine offizielle Zeit zur Umstellung. |
| Ersatz für Nichtpartner | keiner genannt | Freie Werkzeuge haben keine dokumentierte Quelle mehr. |
Wo Lücken entstehen
Das Technology Alliance Program ist Broadcoms Programm für Hersteller, die Produkte auf VMware-Technik bauen. Für Backup-Anbieter kann der Partnerweg genügen. Sie liefern die nötigen Komponenten oft mit ihrer Software aus.
Anders sieht es bei unabhängigen Werkzeugen und Projekten aus. Sie haben das Kit bisher selbst geladen. Für sie nennt der Bericht keine öffentlich dokumentierte Quelle mehr.
Zudem hat Broadcom die technische Dokumentation des Kits nicht ergänzt. Ein öffentlicher Hinweis auf die geänderte Verfügbarkeit fehlt. Admins und Softwarehersteller müssen deshalb selbst klären, ob ihre Produkte die Bibliotheken enthalten. Sonst müssen sie diese bei Installation, Update oder Wiederherstellung extern beschaffen.
Einordnung: Was das für Admins in der Schweiz heisst
Betroffen sind Teams, die vSphere betreiben und Backup- oder Migrationswerkzeuge einsetzen. Sie sollten Runbooks, Installationsmedien und Automation jetzt testen, besonders bei Migrationsprojekten mit neuen Proxy-VMs oder Appliances. Eine feste Frist nennt die Quelle nicht, der Zeitpunkt der Sperre liegt aber bereits zurück. Zu Kosten macht die Quelle keine Angaben. Wer das Kit künftig über einen Partner bezieht, sollte Lizenzfragen mit dem Anbieter klären.
Fazit
Du weisst jetzt, dass das VDDK nicht mehr frei zum Download steht. Prüfe als Nächstes, welche deiner Backup- und Migrationswerkzeuge das Kit brauchen, und klär mit dem Hersteller, ob es im Produkt steckt. Teste danach eine Neuinstallation in einer Testumgebung. Wer sich weiterbilden will, findet Angebote bei heise academy.
Quellen: heise online. Foto: cookieone / Pixabay. Stand: 22. September 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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