Amazon CloudWatch bietet seit Ende Juli 2026 verwaltete Collectors für Prometheus-Metriken. Sie sammeln Daten aus EKS, EC2, ECS, MSK und OpenSearch Service, ohne dass Teams eigene Scraper betreiben. Die Metriken liegen im OpenTelemetry-Format vor und lassen sich per PromQL abfragen. Abgerechnet wird stundenweise pro Collector plus der übliche Preis für OpenTelemetry-Metriken.

Amazon CloudWatch sammelt Prometheus-Metriken jetzt selbst ein. Wer bisher Agenten und Scraper für EKS, ECS oder EC2 betrieben hat, kann diesen Teil der Metrik-Pipeline abgeben.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwaltete Collectors kosten pro Stunde. Dazu kommt der übliche CloudWatch-Preis für OpenTelemetry-Daten.
- Fünf AWS-Dienste sind abgedeckt. Das sind EKS, EC2, ECS, MSK und OpenSearch Service.
- Die Metriken liegen im OpenTelemetry-Format vor. Du fragst sie per PromQL ab, gemeinsam mit den Werten, die AWS ohnehin liefert.
- Das Angebot gilt in fast allen Regionen. Ausgenommen ist Asia Pacific (Neuseeland).
Was sich ändert
AWS hat die Funktion am 31. Juli 2026 in der Ankündigung "What's New" erstmals veröffentlicht. Zuletzt aktualisiert wurde die Meldung nicht. Am 3. August 2026 folgte sie im Weekly Roundup des AWS News Blog. Damit holt CloudWatch die Prometheus-Daten aus der AWS-Infrastruktur über vollständig verwaltete Collectors. Bereitstellung, Skalierung und Sammlung übernimmt der Dienst.
Bisher pflegten Teams dafür einen eigenen Agenten. Dazu gehörten Updates, Rechte und Ausfallsicherheit. Dieser Aufwand entfällt für die unterstützten Quellen.
So findet CloudWatch die Quellen
Dabei nutzt der Collector je nach Dienst einen anderen Weg, um Ziele zu finden:
| Dienst | Erkennung der Ziele | Bemerkung |
|---|---|---|
| EKS | Kubernetes Service Discovery | Mit automatischen Dashboards |
| ECS | DNS-basiert über AWS Cloud Map | Ziele müssen in Cloud Map stehen |
| EC2 | Direkter Abruf der Instanzen | Metriken per PromQL abfragbar |
| MSK und OpenSearch | Offene Monitoring-Endpunkte | Mit Dashboards und Alarmen |
Zudem liefert AWS für EKS, MSK und OpenSearch automatische Dashboards, PromQL-Abfragen und die Anbindung an CloudWatch-Alarme. Alle Werte erscheinen im OpenTelemetry-Format und lassen sich gemeinsam mit den AWS-eigenen Messwerten abfragen.
Kosten und Verfügbarkeit
Zudem wird jeder verwaltete Collector stundenweise abgerechnet, und es gilt der Standardpreis für die Aufnahme von OpenTelemetry-Metriken in CloudWatch. Konkrete Beträge nennt die Ankündigung nicht. Rechne deshalb mit dem Preisrechner, bevor du viele Collectors anlegst.
Verfügbar ist das Angebot in allen Regionen mit CloudWatch-OTLP-Endpunkt, ausser in Asia Pacific (Neuseeland). Wer dort arbeitet, betreibt die Sammlung vorerst weiter selbst.
Was Teams jetzt prüfen
- Liste auf, welche Agenten heute Prometheus-Daten aus AWS-Diensten holen.
- Prüfe, ob die Quelle zu den fünf unterstützten Diensten gehört.
- Vergleiche den Stundenpreis mit den Betriebskosten deines eigenen Agenten.
- Teste einen Collector in einer Entwicklungsumgebung, bevor du produktive Dashboards umstellst.
Wer gern weniger selbst betreibt, findet im Beitrag zu AWS Lambda mit 90 Minuten Laufzeit ein verwandtes Beispiel.
Fazit
Die verwalteten Collectors nehmen Teams einen Teil der Metrik-Pipeline ab. Sie lohnen sich vor allem für EKS und ECS, wo bisher viele eigene Agenten laufen. Ob sie günstiger sind, zeigt erst die Rechnung aus Stundenpreis und Metrikvolumen.
Quellen: AWS What's New vom 31. Juli 2026, AWS Weekly Roundup vom 3. August 2026. Foto: MightyFineBros / Pixabay. Stand: 31. Juli 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
Änderungshistorie
- — Artikel veröffentlicht.