Chrome 156 behebt 52 Sicherheitsfehler, vier davon kritisch. Firefox 159 bringt 167 Korrekturen, 108 davon mit hohem Schweregrad. Beide Hersteller melden keine ausgenutzten Lücken. Auch Thunderbird und Firefox ESR erhalten Updates.
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Zwei Browser-Updates schliessen zusammen über 200 Sicherheitslücken. Chrome 156 behebt 52 Fehler, Firefox 159 sogar 167.
Google und Mozilla haben am Dienstag neue Versionen ihrer Browser verteilt. Die Meldung stammt von SecurityWeek. Wann genau sie erstmals erschien und ob sie später überarbeitet wurde, nennt die Quelle nicht. Für beide Updates gilt: Die Hersteller geben keine Angriffe in freier Wildbahn an. Das Update bleibt dennoch dringend.
Das Wichtigste in Kürze
- Chrome 156 behebt 52 Sicherheitsfehler. Vier davon gelten als kritisch, 46 als hoch.
- Firefox 159 bringt 167 Sicherheitskorrekturen. 108 davon haben einen hohen Schweregrad.
- Ausgenutzte Lücken sind nicht bekannt. Beide Hersteller melden bisher keine Angriffe.
- Updates lohnen sich sofort. Auch Thunderbird und Firefox ESR erhalten Korrekturen.
Chrome 156: Vier kritische Fehler
Google hat in Chrome 156 insgesamt 52 Sicherheitsmängel behoben. Vier davon stufte der Konzern als kritisch ein. Es handelt sich um Speicherfehler im Dateisystem-Modul, falsche Prüfung von Eingaben in FileAPI und Skia sowie einen Use-after-free-Fehler im Layout.
Besonders heikel ist CVE-2026-118306 im Dateisystem-Modul. Eine präparierte HTML-Seite könnte damit Code ausserhalb der Schutzschicht ausführen, die Webseiten vom Rest des Systems trennt. Fachleute nennen diese Schicht Sandbox.
Dazu kommen 46 Fehler mit hohem Schweregrad. Meist sind es Speicherfehler, falsch geprüfte Eingaben und Use-after-free-Probleme. Die Details zur Version findest Du im Release-Eintrag von Google.
Deshalb lohnt der Blick auf die Herkunft der Funde. Für 39 Lücken zahlt der Konzern keine Belohnung. Die meisten davon fand er intern oder mithilfe von KI. Über die Prämien für die übrigen Meldungen hat er noch nicht entschieden.
Firefox 159: Mehr als dreimal so viele Korrekturen
Mozilla hat laut den Sicherheitshinweisen 167 Fehler in Firefox 159 behoben. 108 davon haben einen hohen Schweregrad. Die meisten Korrekturen betreffen Use-after-free-Fehler.
Zudem schliesst das Update mehrere weitere Lücken:
- Ausbrüche aus dem Schutzraum des Browsers
- Ausweitung von Rechten
- Fehler bei Grenzprüfungen
- Umgehung der Same-Origin-Policy
Diese Regel verhindert, dass eine Webseite Daten einer anderen lesen kann. Ein Umgehungsfehler untergräbt den Grundschutz des Browsers.
Mozilla hat am selben Tag weitere Produkte aktualisiert. Dazu zählen Thunderbird 159 und 153.6 sowie Firefox ESR 153.6 und 115.44. Sie enthalten Korrekturen für viele dieser Lücken.
Die Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert | Was das bedeutet |
|---|---|---|
Chrome 156: Korrekturen |
52 |
Davon vier kritisch und 46 hoch |
Firefox 159: Korrekturen |
167 |
Davon 108 mit hohem Schweregrad |
Chrome-Version |
156.0.8078.73/.74 |
Windows und macOS; Linux erhält .73 |
Chrome ohne Prämie |
39 |
Meist intern oder mit KI gefunden |
Ausgenutzte Lücken |
keine gemeldet |
Update bleibt trotzdem ratsam |
Einordnung: Was das für Admins in der Schweiz heisst
Wer Browser im Betrieb verwaltet, sollte Chrome 156 und Firefox 159 bald verteilen. Dasselbe gilt für Thunderbird und Firefox ESR, wenn Dein Team sie einsetzt. Die Quelle nennt keine Frist. Der Rat lautet aber, so rasch wie möglich zu aktualisieren. Das Update kostet nur Zeit für Test und Verteilung. Ein Angriff über eine Lücke könnte weit mehr kosten. Linux-Geräte erhalten bei Chrome die Version 156.0.8078.73, Windows und macOS erhalten .73 oder .74.
Fazit
Du hast jetzt die Eckdaten zu zwei grossen Browser-Updates. Prüfe als Nächstes, ob Chrome und Firefox auf Deinen Geräten schon auf Version 156 beziehungsweise 159 laufen. Verteile fehlende Updates zuerst auf Rechnern, die viel im Web arbeiten. Danach folgen Thunderbird und Firefox ESR.
Quellen: SecurityWeek. Foto: StockSnap / Pixabay. Stand: 28. Oktober 2026.
Geschrieben von der Redaktion · Freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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