Microsoft hat am 14. Juli 2026 laut BleepingComputer 570 Schwachstellen behoben, 59 davon als kritisch. Zwei Zero-Days werden aktiv ausgenutzt: CVE-2026-56155 in AD FS und CVE-2026-56164 in SharePoint Server. Dazu kommt die öffentlich bekannte BitLocker-Umgehung CVE-2026-50661. Microsoft führt die Rekordmenge auf einen KI-gestützten Scanner zurück. Der Artikel ordnet die Zahlen ein und nennt die Reihenfolge für Admins.

Der Patch Tuesday vom 14. Juli 2026 ist der grösste, den Microsoft je veröffentlicht hat. Zuerst gehören die zwei aktiv ausgenutzten Lücken in AD FS und SharePoint Server auf die Patchliste.
Das Wichtigste in Kürze
- Microsoft behebt 570 Schwachstellen. Das ist die grösste Menge an einem Patchday bisher, 59 davon sind kritisch.
- Zwei Zero-Days werden aktiv ausgenutzt. Es geht um CVE-2026-56155 in AD FS und CVE-2026-56164 in SharePoint Server.
- Eine BitLocker-Umgehung ist öffentlich bekannt. CVE-2026-50661 betrifft Geräte mit physischem Zugriff.
- Ursache der Menge ist ein KI-gestützter Scanner. Microsoft begründet damit den Rekord.
Die Zahlen im Überblick
BleepingComputer zählt 570 Lücken. Davon sind 59 kritisch: 48 Remote Code Execution, 9 Rechteausweitung, 1 Umgehung von Sicherheitsfunktionen und 1 Spoofing. Nach Typ dominieren Rechteausweitungen mit 254 vor Remote Code Execution mit 145.
Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle leicht. Tenable nennt 569 CVEs mit 56 kritischen, bei abweichender Zählweise. Den Rekord bestätigen alle. Tenable verweist auf den bisherigen Höchstwert von 198 CVEs im Juni 2026.
| Kategorie | Anzahl | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Rechteausweitung | 254 | Grösste Gruppe, oft Folgeschritt nach einem ersten Einbruch |
| Remote Code Execution | 145 | Ausführung fremden Codes, teils ohne Anmeldung |
| Informationslecks | 102 | Daten können ungewollt sichtbar werden |
| Denial of Service | 35 | Dienste lassen sich lahmlegen |
Angaben nach BleepingComputer vom 14. Juli 2026. Die Spalte „Was das bedeutet“ ist eine Einordnung.
Patch Tuesday: Zwei Zero-Days mit aktiver Ausnutzung
CVE-2026-56155 betrifft Active Directory Federation Services. Wegen unzureichend fein abgestufter Zugriffskontrolle kann ein autorisierter Angreifer lokal seine Rechte ausweiten. Tenable nennt einen CVSS-Wert von 7,8.
CVE-2026-56164 betrifft SharePoint Server. Eine fehlende Authentifizierung bei einer kritischen Funktion erlaubt einem nicht autorisierten Angreifer, über das Netzwerk Rechte auszuweiten. Tenable gibt 5,3 als CVSS-Wert an. Der niedrige Wert täuscht nicht über die aktive Ausnutzung hinweg.
Dazu kommt CVE-2026-50661. Die Lücke in BitLocker erlaubt es, die Geräteverschlüsselung des Systemlaufwerks zu umgehen, und ist öffentlich bekannt. Mehr zu SharePoint-Risiken liefert der Artikel zu CVE-2026-65660.
Warum die Menge wächst
Microsoft führt den Anstieg auf ein KI-gestütztes System zur Schwachstellensuche zurück. Tenable nennt es ein „multi-model agentic scanning harness“ (MDASH). Es findet Fehler, bevor Angreifer sie ausnutzen. Für Admins heisst das, dass grosse Patchdays zur Regel werden können.
Was Admins jetzt tun
Gehe nach Risiko vor und nicht nach Menge:
- Patche AD-FS-Server und SharePoint Server zuerst, weil beide Lücken aktiv ausgenutzt werden.
- Prüfe, welche Systeme von der BitLocker-Umgehung betroffen sind. Die Lücke setzt physischen Zugriff auf das Gerät voraus, deshalb stehen vor allem mobile Geräte im Fokus.
- Priorisiere kritische Remote-Code-Execution-Lücken auf Servern mit Netzzugang, etwa Windows DHCP Server (CVE-2026-50518) und Dynamics NAV und 365 Business Central (CVE-2026-55944), beide mit CVSS 9,8 laut Tenable.
- Teste die Updates in einem Pilotring und rolle dann gestaffelt aus.
Zeitplan der Quelle
BleepingComputer hat den Bericht am 14. Juli 2026 veröffentlicht und nennt kein späteres Update. Der Stand dieses Beitrags ist der 14. Juli 2026.
Fazit
Der Juli-Patchday setzt mit 570 Lücken eine neue Marke, und die KI-gestützte Suche dürfte solche Mengen häufiger machen. Handle zuerst bei AD FS und SharePoint, dann bei den kritischen Server-Lücken. Plane Wartungsfenster für grössere Patchmengen fest ein.
Quellen: BleepingComputer, Tenable. Foto: Pexels / Pixabay. Stand: 14. Juli 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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