Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Rekord-Patchday im Juli: 570 Lücken, zwei davon ausgenutzt

Blog · 14.07.2026
BLG-1266-ch-de

Microsoft hat am 14. Juli 2026 laut BleepingComputer 570 Schwachstellen behoben, 59 davon als kritisch. Zwei Zero-Days werden aktiv ausgenutzt: CVE-2026-56155 in AD FS und CVE-2026-56164 in SharePoint Server. Dazu kommt die öffentlich bekannte BitLocker-Umgehung CVE-2026-50661. Microsoft führt die Rekordmenge auf einen KI-gestützten Scanner zurück. Der Artikel ordnet die Zahlen ein und nennt die Reihenfolge für Admins.

Symbolfoto zum Artikel „Rekord-Patchday im Juli: 570 Lücken, zwei davon ausgenutzt“ (apple, calendar, desk)
Zuerst Server sichern.
Zwei Lücken im Einsatz.
Foto: Pexels / Pixabay

Der Patch Tuesday vom 14. Juli 2026 ist der grösste, den Microsoft je veröffentlicht hat. Zuerst gehören die zwei aktiv ausgenutzten Lücken in AD FS und SharePoint Server auf die Patchliste.

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft behebt 570 Schwachstellen. Das ist die grösste Menge an einem Patchday bisher, 59 davon sind kritisch.
  • Zwei Zero-Days werden aktiv ausgenutzt. Es geht um CVE-2026-56155 in AD FS und CVE-2026-56164 in SharePoint Server.
  • Eine BitLocker-Umgehung ist öffentlich bekannt. CVE-2026-50661 betrifft Geräte mit physischem Zugriff.
  • Ursache der Menge ist ein KI-gestützter Scanner. Microsoft begründet damit den Rekord.

Die Zahlen im Überblick

BleepingComputer zählt 570 Lücken. Davon sind 59 kritisch: 48 Remote Code Execution, 9 Rechteausweitung, 1 Umgehung von Sicherheitsfunktionen und 1 Spoofing. Nach Typ dominieren Rechteausweitungen mit 254 vor Remote Code Execution mit 145.

Die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle leicht. Tenable nennt 569 CVEs mit 56 kritischen, bei abweichender Zählweise. Den Rekord bestätigen alle. Tenable verweist auf den bisherigen Höchstwert von 198 CVEs im Juni 2026.

Kategorie Anzahl Was das bedeutet
Rechteausweitung 254 Grösste Gruppe, oft Folgeschritt nach einem ersten Einbruch
Remote Code Execution 145 Ausführung fremden Codes, teils ohne Anmeldung
Informationslecks 102 Daten können ungewollt sichtbar werden
Denial of Service 35 Dienste lassen sich lahmlegen

Angaben nach BleepingComputer vom 14. Juli 2026. Die Spalte „Was das bedeutet“ ist eine Einordnung.

Patch Tuesday: Zwei Zero-Days mit aktiver Ausnutzung

CVE-2026-56155 betrifft Active Directory Federation Services. Wegen unzureichend fein abgestufter Zugriffskontrolle kann ein autorisierter Angreifer lokal seine Rechte ausweiten. Tenable nennt einen CVSS-Wert von 7,8.

CVE-2026-56164 betrifft SharePoint Server. Eine fehlende Authentifizierung bei einer kritischen Funktion erlaubt einem nicht autorisierten Angreifer, über das Netzwerk Rechte auszuweiten. Tenable gibt 5,3 als CVSS-Wert an. Der niedrige Wert täuscht nicht über die aktive Ausnutzung hinweg.

Dazu kommt CVE-2026-50661. Die Lücke in BitLocker erlaubt es, die Geräteverschlüsselung des Systemlaufwerks zu umgehen, und ist öffentlich bekannt. Mehr zu SharePoint-Risiken liefert der Artikel zu CVE-2026-65660.

Warum die Menge wächst

Microsoft führt den Anstieg auf ein KI-gestütztes System zur Schwachstellensuche zurück. Tenable nennt es ein „multi-model agentic scanning harness“ (MDASH). Es findet Fehler, bevor Angreifer sie ausnutzen. Für Admins heisst das, dass grosse Patchdays zur Regel werden können.

Was Admins jetzt tun

Gehe nach Risiko vor und nicht nach Menge:

  1. Patche AD-FS-Server und SharePoint Server zuerst, weil beide Lücken aktiv ausgenutzt werden.
  2. Prüfe, welche Systeme von der BitLocker-Umgehung betroffen sind. Die Lücke setzt physischen Zugriff auf das Gerät voraus, deshalb stehen vor allem mobile Geräte im Fokus.
  3. Priorisiere kritische Remote-Code-Execution-Lücken auf Servern mit Netzzugang, etwa Windows DHCP Server (CVE-2026-50518) und Dynamics NAV und 365 Business Central (CVE-2026-55944), beide mit CVSS 9,8 laut Tenable.
  4. Teste die Updates in einem Pilotring und rolle dann gestaffelt aus.

Zeitplan der Quelle

BleepingComputer hat den Bericht am 14. Juli 2026 veröffentlicht und nennt kein späteres Update. Der Stand dieses Beitrags ist der 14. Juli 2026.

Fazit

Der Juli-Patchday setzt mit 570 Lücken eine neue Marke, und die KI-gestützte Suche dürfte solche Mengen häufiger machen. Handle zuerst bei AD FS und SharePoint, dann bei den kritischen Server-Lücken. Plane Wartungsfenster für grössere Patchmengen fest ein.

Quellen: BleepingComputer, Tenable. Foto: Pexels / Pixabay. Stand: 14. Juli 2026.

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