Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Prometheus 3.5.4 LTS schliesst Leck von Secrets im Klartext

Blog · 17.06.2026
BLG-1247-ch-de

Das LTS-Release Prometheus 3.5.4 vom 17. Juni 2026 behebt mehrere Sicherheitsprobleme. Zugangsdaten der STACKIT-Service-Discovery waren über den Endpunkt /-/config im Klartext sichtbar. Dazu aktualisiert das Release Go- und OpenTelemetry-Abhängigkeiten wegen bekannter CVEs und die Abhängigkeiten der Oberfläche. Container-Images erscheinen zusätzlich auf ghcr.io. Der Beitrag nennt, wer aktualisieren sollte.

Symbolfoto zum Artikel „Prometheus 3.5.4 LTS schliesst Leck von Secrets im Klartext“ (water tap, tap, faucet)
Prometheus 3.5.4 LTS
Secrets nicht mehr offen
Foto: balouriarajesh / Pixabay

Prometheus 3.5.4 schliesst mehrere Sicherheitslücken in der LTS-Linie. Am wichtigsten ist der Fund, dass Zugangsdaten der STACKIT-Service-Discovery im Klartext abrufbar waren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zugangsdaten der STACKIT-Service-Discovery waren über /-/config im Klartext sichtbar. Das Release behebt das unter der Kennung GHSA-39j6-789q-qxvh.
  • Go-Netzwerkbibliothek und OpenTelemetry sind aktualisiert. Sie beheben die CVEs GO-2026-5026, GO-2026-4918 und GO-2026-4985.
  • Auch Abhängigkeiten der Weboberfläche haben Sicherheitsupdates.
  • Container-Images erscheinen zusätzlich auf ghcr.io.

Das Projekt hat das Release am 17. Juni 2026 erstmals veröffentlicht und seither nicht aktualisiert.

Was behoben wurde

Der Endpunkt /-/config zeigt die laufende Konfiguration eines Prometheus-Servers. Bei der STACKIT-Service-Discovery stand dort das Secret im Klartext. Wer den Endpunkt erreichen konnte, las damit Zugangsdaten zur Cloud-Umgebung. Gemeldet haben das die Forscher August829 und Phaxma.

Das Entwicklerteam hat zudem golang.org/x/net auf Version 0.55.0 und OpenTelemetry auf 1.43.0 angehoben. Auch die Pakete react-router-dom, vitest, vite und postcss der Oberfläche liegen nun in gepatchten Ständen vor.

Bereich Änderung Wer betroffen ist
STACKIT SD Secrets erscheinen nicht mehr im Klartext Alle mit STACKIT-Service-Discovery
Go und OpenTelemetry Update wegen drei CVEs Alle Installationen der LTS-Linie 3.5
Weboberfläche Bump von vier Paketen Alle, die die Oberfläche nutzen
Images Zusätzlich auf ghcr.io Alle, die Container-Images ziehen

Warum der Endpunkt bei Prometheus zählt

Die Konfiguration eines Monitoring-Servers enthält Zugangsdaten, etwa für die Service-Discovery. Ein Lesezugriff auf /-/config reicht deshalb für einen Einstieg in andere Systeme. Das Release zeigt, dass auch Monitoring-Werkzeuge Angriffsfläche haben.

Die Go-Lücke GO-2026-5026 betrifft die Bibliothek golang.org/x/net/idna vor Version 0.55.0. Sie nimmt laut der Go-Schwachstellendatenbank fehlerhaft Punycode-Labels an, die zu einem rein ASCII-basierten Label dekodieren. Das kann zu Rechteausweitung führen, wenn Programme Hostnamen vor der Umwandlung prüfen. Die Meldung dazu erschien am 22. Mai 2026.

Was Admins jetzt tun

  • Aktualisiere LTS-Installationen auf 3.5.4, besonders mit STACKIT-Service-Discovery.
  • Schütze den Zugriff auf die Weboberfläche und die API mit einem Reverse Proxy oder Netzregeln.
  • Tausche Zugangsdaten für STACKIT aus, wenn der Endpunkt je von aussen erreichbar war.
  • Prüfe, ob du Images künftig von ghcr.io ziehen willst.
  • Beachte, dass die Linie 3.5 laut Release-Zyklus des Projekts bis zum 31. Juli 2026 unterstützt wird. Plane den Wechsel auf die nächste LTS-Linie ein.

Wie sich Monitoring mit KI-Unterstützung aufbauen lässt, zeigt der Beitrag zu Netdata und Claude.

Fazit

Das Update ist klein, aber relevant: Ein Klartext-Secret gehört auf keinen Endpunkt. Wer die LTS-Linie betreibt, spielt 3.5.4 ein und rotiert gegebenenfalls die Zugangsdaten. Danach steht der Wechsel auf die nächste LTS-Linie an.

Quellen: Prometheus Release v3.5.4 auf GitHub, Go-Schwachstellendatenbank GO-2026-5026, Prometheus Release-Zyklus. Foto: balouriarajesh / Pixabay. Stand: 17. Juni 2026.

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