Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

SharePoint: CISA warnt vor drei aktiv genutzten Lücken

Blog · 15.07.2026
BLG-1268-ch-de

Die US-Behörde CISA hat am 15. Juli 2026 vor aktiven Angriffen auf On-Premises-SharePoint gewarnt. Es geht um CVE-2026-32201, CVE-2026-45659 und CVE-2026-56164. Die Angreifer umgehen die Anmeldung, führen Code aus und stehlen IIS-Machine-Keys. Der Artikel ordnet die drei Lücken ein, nennt die Frist für US-Behörden und beschreibt Härtung, Rotation und Prüfung der Server.

Symbolfoto zum Artikel „SharePoint: CISA warnt vor drei aktiv genutzten Lücken“ (snail, shell, figure)
Patch reicht nicht.
Mehr Tempo!
Foto: Peggychoucair / Pixabay

CISA warnt am 15. Juli 2026 vor drei SharePoint-Schwachstellen, die Angreifer bereits ausnutzen. Fast 10.000 Server sind laut Shadowserver direkt aus dem Internet erreichbar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jede aktuell gepflegte Version ist angreifbar. Das sind SharePoint Server 2016, 2019 und die Subscription Edition.
  • Die Angreifer stehlen die IIS-Machine-Keys. Das macht die Bereinigung aufwendiger, denn laut Tenable reicht die Rotation der Schlüssel allein nicht.
  • US-Behörden mussten CVE-2026-56164 bis zum 17. Juli beheben. Die Frist gilt laut BleepingComputer nach der Direktive BOD 26-04.
  • Patchen allein genügt nicht. CISA empfiehlt zusätzlich AMSI, die Rotation der Machine Keys und keinen direkten Internetzugang.

Sicherheit: Drei Lücken, eine Angriffskette

BleepingComputer hat über die Warnung am 15. Juli 2026 erstmals berichtet und den Bericht laut Seite nicht aktualisiert. Nach der Meldung nutzen Angreifer die Fehler, um die Anmeldung zu umgehen, Code aus der Ferne auszuführen und danach Machine Keys zu stehlen.

CVE Art der Lücke CVSS Bemerkung
CVE-2026-32201 Spoofing durch fehlerhafte Eingabeprüfung 6,5 Laut SecurityWeek im April 2026 gepatcht und als Zero-Day genutzt
CVE-2026-45659 Remote Code Execution durch unsichere Deserialisierung 8,8 Laut SecurityWeek im Mai ausgenutzt, ausserplanmässig gepatcht
CVE-2026-56164 Rechteausweitung 9,8 Frist für US-Behörden: 17. Juli 2026

Zudem gibt es zwei weitere kritische Lücken, CVE-2026-55040 und CVE-2026-58644. Ausgenutzt werden sie laut BleepingComputer bisher nicht. Microsoft hat für alle Fehler Updates veröffentlicht. Tenable nennt als Beispiel für CVE-2026-56164 den Stand 16.0.5561.1001 für SharePoint Server 2016 und 16.0.10417.20175 für 2019.

SharePoint: Warum die Machine Keys zählen

Deshalb zählen die Machine Keys: Tenable beobachtet, dass Angreifer sie abgreifen, per Deserialisierung Persistenz aufbauen und Schadsoftware ablegen. Tenable warnt: Die Rotation der Schlüssel allein ist keine vollständige Bereinigung, solange die Spuren der Schlüsselernte auf dem Server bleiben.

Dabei ist die Reichweite gross. Shadowserver zählt fast 10.000 aus dem Internet erreichbare SharePoint-Server. Über 800 davon sind laut BleepingComputer nicht gegen CVE-2026-32201 und CVE-2026-45659 gepatcht.

Was Admins jetzt tun

Damit nichts übersehen wird, gehst du in dieser Reihenfolge vor:

  • Spiele die Updates für alle fünf genannten Lücken ein.
  • Aktiviere die AMSI-Integration für SharePoint und die IIS-Arbeitsprozesse und setze den Request Body Scan auf Full.
  • Rotiere die IIS-Machine-Keys, nachdem die Server gepatcht und auf Spuren geprüft sind.
  • Entferne den direkten Internetzugang. Wo Zugriff von aussen nötig ist, setze einen Reverse Proxy auf Schicht 7 davor.
  • Beschränke den Zugriff auf die Central Administration.

Zu einer weiteren SharePoint-Lücke mit aktiven Angriffen gibt es den Beitrag CVE-2026-65660.

Fazit

Die drei Lücken sind in der Praxis angekommen, und der Diebstahl der Machine Keys macht die Bereinigung aufwendiger. Patche deshalb zuerst, härte dann die Server und rotiere die Schlüssel erst danach. Ein SharePoint-Server ohne Not im Internet bleibt das grösste vermeidbare Risiko.

Quellen: BleepingComputer, Tenable, SecurityWeek. Foto: ysen / Pixabay. Stand: 15. Juli 2026.

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