Der Wirtschaftskalender unter brauckmann.ch/kalender/ zeigt über 84.000 Konjunkturtermine seit 2010, ohne Login, ohne Bezahlschranke: JSON-API, sechs Downloadformate (CSV, Excel, SQLite, NDJSON, ICS), Sparkline-Verlauf pro Kennzahl, ein Recherche-Link direkt in Googles KI-Modus und für 98 Prozent aller Kennzahlen die amtliche Originalquelle verlinkt. Kostet nirgends etwas — die Zahlen sind ohnehin öffentlich, also bleiben sie hier frei zugänglich, ganz ohne Einschränkung.

Ein Wirtschaftskalender, für den man sich nirgends anmelden muss. Weder für die Ansicht noch für die API oder den Download. Zahlen, die ohnehin öffentlich sind, gehören niemandem.
Was dieser Kalender kann: Jeder Termin lässt sich herunterladen (sechs Formate, dazu unten mehr). Er erscheint als Diagramm (Sparkline-Verlauf pro Kennzahl) und verlinkt zum Nachlesen direkt zur amtlichen Originalquelle. Vor allem aber taucht er so auch direkt im Chart der eigenen Handelsoberfläche „Kontor" auf, und das ist der Kern dieses Artikels.
Der eigentliche Punkt: Makrodaten direkt im Chart
Einen Wirtschaftskalender mit Sparkline und Originalquelle hat inzwischen fast jeder Anbieter. Neu ist die Verknüpfung: In der Handelsoberfläche „Kontor" taucht derselbe Kalender als Modul „Makrodaten im Chart" direkt auf der Zeitleiste auf. Ein farbiges Symbol markiert dort die Stelle des Termins. Die Anzeige lässt sich nach Wichtigkeit filtern (Hoch/Mittel/Niedrig, plus ältere Termine optional dazuschaltbar). Ein Klick auf den Marker öffnet über dem Chart eine kleine Box mit Flagge, Titel, Ist-Wert/Prognose/Vorwert und einer kurzen Einordnung, samt demselben grünen „Nachlesen"-Knopf wie auf der öffentlichen Kalenderseite. Den Chart selbst muss man dafür nie verlassen.
Dieser Aufbau verfolgt ein klares Ziel: Wer im Chart eine Kursbewegung beobachtet, sieht auf der Zeitleiste sofort, ob ein Termin die Bewegung erklärt. Kein Tab-Wechsel, keine zweite Anwendung. Kontors Analyse-Agent kennt dieselben Termine: Steht ein wichtiger Termin unmittelbar bevor, blendet er das Traden in diesem Zeitfenster bewusst aus. Er nennt den Grund dafür, statt eine Zahl zu ignorieren, die er kennt.
Auch auf der öffentlichen Kalenderseite bleibt der Weg zurück in den eigenen Kalender kurz: Jeder aufgeklappte Termin trägt neben der Originalquelle einen eigenen Knopf „In meinen Kalender (ICS)". Ein Klick, und dieser eine Termin landet in Outlook, Apple Kalender oder Google Kalender, ohne den kompletten Datenbestand abonnieren zu müssen. So geht er nicht vergessen.
Kontor selbst ist als Weiterentwicklung eines Forks von TauricResearch/TradingAgents entstanden. Dieses quelloffene Multi-Agenten-Framework dient dem automatisierten Trading. Der Wirtschaftskalender samt Chart-Anbindung ist eine der Erweiterungen, die seither dazugekommen sind.
Schluss mit der Anmeldepflicht für öffentliche Zahlen
Konjunkturdaten sind öffentliche Zahlen: wann die US-Notenbank tagt, wie hoch die Inflation in der Eurozone ausfällt, was die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sagen. Sie stammen von Zentralbanken, Statistikämtern und Ministerien, finanziert aus Steuergeldern, für jeden gedacht. Trotzdem verlangt praktisch jeder Wirtschaftskalender im Netz erst ein Konto, oft eine Kreditkarte, bevor er mehr als die nächsten drei Termine zeigt.
Dieser Teil lässt sich nicht rechtfertigen. Der Kalender räumt ihn weg. Alles, was ohnehin öffentlich ist, bleibt hier öffentlich: keine Paywall vor der Ansicht, keine Anmeldung vor der API, kein Konto vor dem Download.
Hier wird nichts verlangt. Zahlen, die von Zentralbanken und Statistikämtern stammen, aus Steuergeldern finanziert sind, gehören niemandem — also bleiben sie frei, ohne Kleingedrucktes, ohne "Premium"-Stufe, ohne Kreditkarte im Kleingedruckten.
Was drinsteckt: über 84.000 Termine, 16 Jahre
Unter brauckmann.ch/kalender steht kein Ausschnitt, sondern ein vollständiges Archiv:
- über 84.000 Konjunkturtermine, lückenlos seit 1. Januar 2010 bis in die kommenden Wochen
- 10 Währungsräume, 19 Länder
- 1.492 unterschiedliche Kennzahlen-Reihen — von der Fed-Zinsentscheidung bis zu den wöchentlichen ADP-Beschäftigungsdaten
- Zuletzt aktualisiert: automatisch, mehrmals täglich — der genaue Zeitpunkt steht live auf der Seite (
Stand: …)
Jeder einzelne Termin trägt Ist-Wert, Prognose und Vorwert, Kategorie, Marktwirkung (Hoch/Mittel/Niedrig) und — wo bekannt — einen kleinen Sparkline-Verlauf: die letzten zwölf Veröffentlichungen derselben Kennzahl als Diagramm, Ist-Werte als durchgezogene Linie, Prognosen gestrichelt daneben. Auf einen Blick sieht man, ob eine Zahl gerade steigt, fällt oder seitwärts pendelt — ohne eine einzige Tabellenzelle lesen zu müssen.
Warum 16 Jahre Historie mehr sind als ein Archiv
Eine einzelne Veröffentlichung sagt wenig. Erst im Vergleich über Jahre wird eine Kennzahl aussagekräftig: Wie oft lag die Prognose daneben? In welche Richtung? Und wie schnell hat sich die Lücke zwischen Ist und Prognose danach wieder geschlossen?
Mit 16 Jahren Historie lässt sich das beantworten, weit über die letzten drei Termine hinaus. Als Beispiel die komplette US-Arbeitslosenquote seit 2010: Ist-Wert und Prognose direkt übereinandergelegt:

Über weite Strecken liegen beide Linien fast deckungsgleich — der Markt preist diese Kennzahl gut ein. Auffällig wird es genau dort, wo sie auseinanderlaufen: im Frühjahr 2020, mit dem Corona-Schock, springt die Quote von 4,4 % im März auf 14,7 % im Mai — und selbst diese Prognose lag mit 16,0 % noch darüber, im Folgemonat mit 19,4 % gegen tatsächliche 13,3 % sogar noch deutlicher daneben. Ein sichtbares Zeichen dafür, wie schwer diese Phase einzuschätzen war. Wer solche Muster über eine ganze Kennzahlen-Reihe sieht statt nur den letzten Termin, bekommt ein Gefühl dafür, wie verlässlich der Marktkonsens bei genau dieser Zahl normalerweise ist — und wann er es ausnahmsweise nicht war.
Dieselbe Auswertung lässt sich für jede der 1.492 Kennzahlen-Reihen selbst nachbauen: die komplette Historie steht als Download bereit (dazu gleich mehr), keine Programmierkenntnisse nötig, ein Tabellenprogramm reicht.
Die API: kostenlos, dokumentiert, mit vernünftigem Limit
Wer selbst etwas bauen will, muss nicht scrapen. Es gibt eine echte JSON-API:
GET https://brauckmann.ch/kalender/api/v1/termine
Filterbar nach Zeitraum, Währung, Wichtigkeit, Kategorie, Freitextsuche. Ohne jeden Schlüssel stehen 10 Abfragen pro Stunde zur Verfügung — reicht für normales Stöbern und kleine Skripte. Wer mehr braucht, holt sich kostenlos einen API-Schlüssel und bekommt 100 Abfragen pro Stunde. Die vollständige Referenz liegt als OpenAPI-Spezifikation direkt auf der Seite, keine separate Anmeldung für die Doku nötig.
Diese Grenzen sind bewusst so gesetzt, dass "einfach mal alles auf Verdacht abziehen" nicht funktioniert — wer aber gezielt filtert und nur lädt, was er braucht, kommt jederzeit klar durch.
Sechs Downloadformate — für jedes Werkzeug das passende
Nicht jeder will mit einer API arbeiten. Deshalb gibt es den kompletten Datenbestand auch direkt zum Herunterladen, in sechs Formaten — als eigene Knöpfe direkt auf der Seite, jeder mit eigenem Icon:
Auch die Downloads sind kostenlos, mit einem knapperen Limit (1× pro Stunde ohne Schlüssel, 4× mit Schlüssel). Das schützt gegen Massenabzug, nicht gegen normale Nutzung.
| Format | Wofür | |
|---|---|---|
| CSV (klassisch) | Skripte, jede Programmiersprache | |
| CSV (Excel-Variante) | öffnet sich in Excel/Numbers/Google Sheets ohne Umwege bei Umlauten und Zahlenformat | |
| XLSX | fertige Excel-Arbeitsmappe, direkt weiterrechnen — öffnet auch in Apple Numbers | |
| SQLite | die komplette Datenbank als eine Datei — eigene Abfragen, eigene Auswertungen | |
| NDJSON | Zeile für Zeile ein JSON-Objekt, ideal für Datenpipelines | |
| ICS | als Kalenderabo in Outlook, Apple Kalender oder Google Kalender einbinden — Termine erscheinen direkt im eigenen Kalender |
Originalquellen: bei 98 % direkt zur amtlichen Stelle
Eine Zahl ohne Herkunft ist nur eine Behauptung. Deshalb verlinkt praktisch jede Kennzahl direkt auf die amtliche Originalquelle — die Statistikbehörde, Zentralbank oder Institution, die die Zahl tatsächlich veröffentlicht hat, nicht auf eine dritte Website, die sie nur zitiert.
Die eigene Quellen-Übersicht zeigt den Stand ehrlich:
- 929 von 947 Kennzahlen-Mustern (98,1 %) sind bis zur Originalquelle zurückverfolgt
- 119 verschiedene Herausgeber — von der Federal Reserve über Eurostat bis zum Schweizer Bundesamt für Statistik
- Die verbleibenden 1,9 % sind offen ausgewiesen, nicht versteckt — bekannte Lücke, keine Behauptung
Im Termin-Detail steht die Quelle direkt unter „Originalquelle": Titel der amtlichen Seite, ein Klick genügt.
„Nachlesen": Recherche in Googles KI-Modus, ein Klick
Jeder Termin trägt zusätzlich einen Knopf: Nachlesen. Der öffnet keine Stichwortsuche, sondern einen vollständig ausformulierten Recherche-Auftrag in Googles KI-Modus (udm=50) — mit dem Termin, dem Datum und den bereits bekannten Zahlen (Ist/Prognose/Vorherig) direkt im Prompt, damit die Antwort nicht selbst nach der Zahl suchen und sie dabei verwechseln muss.
So sieht das aus: Zeile anklicken, Detail öffnet mit Ist/Prognose/Originalquelle und Sparkline, „Nachlesen" ist als grüner Knopf kaum zu übersehen:

Die Antwort kommt jedes Mal in derselben Gliederung:
- 📌 Überblick — die Kernzahlen zuerst, klar beschriftet
- 📊 Hintergrund & Historie — was sich seit der letzten Veröffentlichung geändert hat
- 📈 Ausblick & Prognosen — was die Zahl für die kommenden Termine bedeutet
- 🔍 Analysten- und Broker-Konsens
- 🎓 Für Einsteiger — kurze Einordnung, was die Kennzahl überhaupt misst
Immer dieselbe Reihenfolge, dieselben Überschriften, dieselben Emoji als Wiedererkennung — wer eine Kennzahl nicht kennt, muss nicht erst googeln, wie sie einzuordnen ist, der Klick liefert die Einordnung fertig mit.
Damit das kein abstraktes Versprechen bleibt, folgt ein konkretes Beispiel. Die Antwort zu einem realen Termin (Revised UoM Inflation Expectations, 25.9.2026), unverändert, so wie Google sie liefert, inklusive der Quellen-Fussnoten am Ende:

Modern, schnell, ohne Ballast
Die Seite selbst ist bewusst schlank gebaut. Eine eigene, kleine Flask-Anwendung ersetzt ein volles CMS. Die Inhalte werden live gefiltert, ohne Neuladen. Excel-artige Spaltenfilter sitzen in der Kopfzeile, und das Design passt sich hell oder dunkel dem System-Theme des Browsers an. Keine Werbung, kein Tracking über das technisch Nötige hinaus, keine Cookie-Banner-Orgie.
Zusammengefasst
Ansehen, filtern, als CSV/Excel/SQLite/NDJSON/ICS herunterladen, per API abfragen. Jede Zahl lässt sich bis zur Originalquelle zurückverfolgen, per Klick tiefer recherchieren. Alles kostenlos, alles ohne Konto. Der Kalender gehört allen.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
Änderungshistorie
- — Titelbild ersetzt: Chart-Foto raus, stattdessen animierter Rundgang durch den Kalender (Termine, Diagramm, Historie, Nachlesen, Originalquelle, Filter) bis in den Chart.
- — Neuer Abschnitt zur Chart-Anbindung ("Makrodaten im Chart"), echten CSS-Bug behoben (Chip-Grafiken waren nie richtig gestylt), Chips verkleinert, schwarze Chart-Grafik entfernt, echtes Google-Antwort-Beispiel ergänzt.
- — Titel gestrafft, quadratisches Vorschaubild für die Startseite ergänzt.
- — Artikel veröffentlicht.