Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Makrodaten direkt im Chart mit Kontors Wirtschaftskalender

Blog · 20.09.2026
BLG-1334-ch-de

Der Wirtschaftskalender unter brauckmann.ch/kalender/ zeigt über 84.000 Konjunkturtermine seit 2010, ohne Login, ohne Bezahlschranke: JSON-API, sechs Downloadformate (CSV, Excel, SQLite, NDJSON, ICS), Sparkline-Verlauf pro Kennzahl, ein Recherche-Link direkt in Googles KI-Modus und für 98 Prozent aller Kennzahlen die amtliche Originalquelle verlinkt. Kostet nirgends etwas — die Zahlen sind ohnehin öffentlich, also bleiben sie hier frei zugänglich, ganz ohne Einschränkung.

Symbolfoto zum Artikel „Makrodaten direkt im Chart mit Kontors Wirtschaftskalender“ (bull, statue, symbol)
Seit 2010 lückenlos.
Gratis-API inklusive.
Foto: ArtTower / Pixabay

Ein Wirtschaftskalender, für den man sich nirgends anmelden muss. Weder für die Ansicht noch für die API oder den Download. Zahlen, die ohnehin öffentlich sind, gehören niemandem.

Was dieser Kalender kann: Jeder Termin lässt sich herunterladen (sechs Formate, dazu unten mehr). Er erscheint als Diagramm (Sparkline-Verlauf pro Kennzahl) und verlinkt zum Nachlesen direkt zur amtlichen Originalquelle. Vor allem aber taucht er so auch direkt im Chart der eigenen Handelsoberfläche „Kontor" auf, und das ist der Kern dieses Artikels.

Der eigentliche Punkt: Makrodaten direkt im Chart

Einen Wirtschaftskalender mit Sparkline und Originalquelle hat inzwischen fast jeder Anbieter. Neu ist die Verknüpfung: In der Handelsoberfläche „Kontor" taucht derselbe Kalender als Modul „Makrodaten im Chart" direkt auf der Zeitleiste auf. Ein farbiges Symbol markiert dort die Stelle des Termins. Die Anzeige lässt sich nach Wichtigkeit filtern (Hoch/Mittel/Niedrig, plus ältere Termine optional dazuschaltbar). Ein Klick auf den Marker öffnet über dem Chart eine kleine Box mit Flagge, Titel, Ist-Wert/Prognose/Vorwert und einer kurzen Einordnung, samt demselben grünen „Nachlesen"-Knopf wie auf der öffentlichen Kalenderseite. Den Chart selbst muss man dafür nie verlassen.

Dieser Aufbau verfolgt ein klares Ziel: Wer im Chart eine Kursbewegung beobachtet, sieht auf der Zeitleiste sofort, ob ein Termin die Bewegung erklärt. Kein Tab-Wechsel, keine zweite Anwendung. Kontors Analyse-Agent kennt dieselben Termine: Steht ein wichtiger Termin unmittelbar bevor, blendet er das Traden in diesem Zeitfenster bewusst aus. Er nennt den Grund dafür, statt eine Zahl zu ignorieren, die er kennt.

Auch auf der öffentlichen Kalenderseite bleibt der Weg zurück in den eigenen Kalender kurz: Jeder aufgeklappte Termin trägt neben der Originalquelle einen eigenen Knopf „In meinen Kalender (ICS)". Ein Klick, und dieser eine Termin landet in Outlook, Apple Kalender oder Google Kalender, ohne den kompletten Datenbestand abonnieren zu müssen. So geht er nicht vergessen.

Kontor selbst ist als Weiterentwicklung eines Forks von TauricResearch/TradingAgents entstanden. Dieses quelloffene Multi-Agenten-Framework dient dem automatisierten Trading. Der Wirtschaftskalender samt Chart-Anbindung ist eine der Erweiterungen, die seither dazugekommen sind.

Schluss mit der Anmeldepflicht für öffentliche Zahlen

Konjunkturdaten sind öffentliche Zahlen: wann die US-Notenbank tagt, wie hoch die Inflation in der Eurozone ausfällt, was die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sagen. Sie stammen von Zentralbanken, Statistikämtern und Ministerien, finanziert aus Steuergeldern, für jeden gedacht. Trotzdem verlangt praktisch jeder Wirtschaftskalender im Netz erst ein Konto, oft eine Kreditkarte, bevor er mehr als die nächsten drei Termine zeigt.

Dieser Teil lässt sich nicht rechtfertigen. Der Kalender räumt ihn weg. Alles, was ohnehin öffentlich ist, bleibt hier öffentlich: keine Paywall vor der Ansicht, keine Anmeldung vor der API, kein Konto vor dem Download.

Hier wird nichts verlangt. Zahlen, die von Zentralbanken und Statistikämtern stammen, aus Steuergeldern finanziert sind, gehören niemandem — also bleiben sie frei, ohne Kleingedrucktes, ohne "Premium"-Stufe, ohne Kreditkarte im Kleingedruckten.

Was drinsteckt: über 84.000 Termine, 16 Jahre

Unter brauckmann.ch/kalender steht kein Ausschnitt, sondern ein vollständiges Archiv:

  • über 84.000 Konjunkturtermine, lückenlos seit 1. Januar 2010 bis in die kommenden Wochen
  • 10 Währungsräume, 19 Länder
  • 1.492 unterschiedliche Kennzahlen-Reihen — von der Fed-Zinsentscheidung bis zu den wöchentlichen ADP-Beschäftigungsdaten
  • Zuletzt aktualisiert: automatisch, mehrmals täglich — der genaue Zeitpunkt steht live auf der Seite (Stand: …)
19 Länder, 10 Währungsräume

Jeder einzelne Termin trägt Ist-Wert, Prognose und Vorwert, Kategorie, Marktwirkung (Hoch/Mittel/Niedrig) und — wo bekannt — einen kleinen Sparkline-Verlauf: die letzten zwölf Veröffentlichungen derselben Kennzahl als Diagramm, Ist-Werte als durchgezogene Linie, Prognosen gestrichelt daneben. Auf einen Blick sieht man, ob eine Zahl gerade steigt, fällt oder seitwärts pendelt — ohne eine einzige Tabellenzelle lesen zu müssen.

Die API: kostenlos, dokumentiert, mit vernünftigem Limit

Wer selbst etwas bauen will, muss nicht scrapen. Es gibt eine echte JSON-API:

GET https://brauckmann.ch/kalender/api/v1/termine
Kostenlose API

Filterbar nach Zeitraum, Währung, Wichtigkeit, Kategorie, Freitextsuche. Ohne jeden Schlüssel stehen 10 Abfragen pro Stunde zur Verfügung — reicht für normales Stöbern und kleine Skripte. Wer mehr braucht, holt sich kostenlos einen API-Schlüssel und bekommt 100 Abfragen pro Stunde. Die vollständige Referenz liegt als OpenAPI-Spezifikation direkt auf der Seite, keine separate Anmeldung für die Doku nötig.

Diese Grenzen sind bewusst so gesetzt, dass "einfach mal alles auf Verdacht abziehen" nicht funktioniert — wer aber gezielt filtert und nur lädt, was er braucht, kommt jederzeit klar durch.

Originalquellen: bei 98 % direkt zur amtlichen Stelle

98 Prozent amtliche Quellen

Eine Zahl ohne Herkunft ist nur eine Behauptung. Deshalb verlinkt praktisch jede Kennzahl direkt auf die amtliche Originalquelle — die Statistikbehörde, Zentralbank oder Institution, die die Zahl tatsächlich veröffentlicht hat, nicht auf eine dritte Website, die sie nur zitiert.

Die eigene Quellen-Übersicht zeigt den Stand ehrlich:

  • 929 von 947 Kennzahlen-Mustern (98,1 %) sind bis zur Originalquelle zurückverfolgt
  • 119 verschiedene Herausgeber — von der Federal Reserve über Eurostat bis zum Schweizer Bundesamt für Statistik
  • Die verbleibenden 1,9 % sind offen ausgewiesen, nicht versteckt — bekannte Lücke, keine Behauptung

Im Termin-Detail steht die Quelle direkt unter „Originalquelle": Titel der amtlichen Seite, ein Klick genügt.

Modern, schnell, ohne Ballast

Die Seite selbst ist bewusst schlank gebaut. Eine eigene, kleine Flask-Anwendung ersetzt ein volles CMS. Die Inhalte werden live gefiltert, ohne Neuladen. Excel-artige Spaltenfilter sitzen in der Kopfzeile, und das Design passt sich hell oder dunkel dem System-Theme des Browsers an. Keine Werbung, kein Tracking über das technisch Nötige hinaus, keine Cookie-Banner-Orgie.

Zusammengefasst

Ansehen, filtern, als CSV/Excel/SQLite/NDJSON/ICS herunterladen, per API abfragen. Jede Zahl lässt sich bis zur Originalquelle zurückverfolgen, per Klick tiefer recherchieren. Alles kostenlos, alles ohne Konto. Der Kalender gehört allen.

👉 brauckmann.ch/kalender

Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von · So arbeitet die Redaktion

Änderungshistorie

  • — Titelbild ersetzt: Chart-Foto raus, stattdessen animierter Rundgang durch den Kalender (Termine, Diagramm, Historie, Nachlesen, Originalquelle, Filter) bis in den Chart.
  • — Neuer Abschnitt zur Chart-Anbindung ("Makrodaten im Chart"), echten CSS-Bug behoben (Chip-Grafiken waren nie richtig gestylt), Chips verkleinert, schwarze Chart-Grafik entfernt, echtes Google-Antwort-Beispiel ergänzt.
  • — Titel gestrafft, quadratisches Vorschaubild für die Startseite ergänzt.
  • — Artikel veröffentlicht.