Laut BleepingComputer vom 20. August 2026 wird die Command-Injection CVE-2026-73570 in Zimbra Collaboration Suite aktiv ausgenutzt. CERT Polska hat die Angriffe am 19. August bestätigt. Betroffen sind Server mit aktivierten SNMP-Benachrichtigungen, die Korrektur steckt in Version 10.1.20 vom 20. Juli. Shadowserver zählt über 12.100 öffentlich erreichbare Server. Admins sollten patchen und nach Spuren suchen.

Die Lücke CVE-2026-73570 in der Zimbra Collaboration Suite wird nach Angaben von CERT Polska bereits ausgenutzt. Wer Zimbra mit SNMP-Benachrichtigungen betreibt und Version 10.1.20 noch nicht eingespielt hat, sollte sofort handeln.
Das Wichtigste in Kürze
- Angreifer führen ohne Anmeldung Betriebssystembefehle aus. Sie senden dafür präparierte SMTP-Anfragen, die im SNMP-Benachrichtigungsteil nicht sauber geprüft werden.
- Die Befehle laufen als Benutzer zimbra. Der Angreifer erhält damit die Rechte des Zimbra-Dienstkontos.
- Der Fix steckt in Version 10.1.20 vom 20. Juli 2026. Betroffen sind nur Server mit aktivierten SNMP-Benachrichtigungen.
- Shadowserver zählt über 12.100 öffentlich erreichbare Zimbra-Server. Davon stehen 4.382 in Europa.
Was bei Zimbra bekannt ist
BleepingComputer hat die Meldung am 20. August 2026 um 05:46 Uhr UTC veröffentlicht. Ein späteres Update nennt der Beitrag nicht. Danach hat CERT Polska die aktive Ausnutzung am 19. August 2026 bestätigt.
Dabei ist die Ursache eine unzureichend geprüfte Eingabe bei der Verarbeitung von SNMP-Benachrichtigungen. Ein Angreifer ohne Anmeldung kann dadurch über manipulierte SMTP-Anfragen Betriebssystembefehle auslösen. Nach Darstellung von GridinSoft braucht es dafür das optionale Paket zimbra-snmp und aktivierte SNMP-Benachrichtigungen.
| Frage | Antwort | Was du daraus ableitest |
|---|---|---|
| Wer ist betroffen? | Version vor 10.1.20 mit aktiven SNMP-Benachrichtigungen | Prüfe zuerst, ob SNMP bei dir überhaupt läuft |
| Wo liegt der Fix? | Zimbra 10.1.20 vom 20. Juli 2026 | Aktualisiere auf diese oder eine neuere Version |
| Wer greift an? | Laut CERT Polska bestätigt seit dem 19. August | Gehe von echten Angriffen aus |
| Wie viele Server sind offen? | Über 12.100 weltweit, davon 4.382 in Europa | Viele Instanzen sind aus dem Internet erreichbar |
Dabei nennt Shadowserver weder den Patchstand noch, ob Honeypots mitzählen. Die Zahl zeigt also die Angriffsfläche und nicht die Zahl verwundbarer Systeme.
Was Admins jetzt tun
Deshalb empfiehlt CERT Polska, Zimbra sofort zu aktualisieren und zugleich nach Spuren zu suchen. Eine Aktualisierung entfernt nach GridinSoft keine Persistenz, die vor dem Patch eingerichtet wurde.
- Aktualisiere auf Zimbra 10.1.20 oder neuer.
- Prüfe die Logs auf auffällige Neustarts von Zimbra-Diensten.
- Suche in
/opt/zimbra/jetty/webapps/,/opt/zimbra/jetty_base/webapps/und/tmp/nach Dateien, die der Benutzer zimbra in den letzten 30 Tagen angelegt hat. - Prüfe, ob
zimbra-snmpinstalliert ist und SNMP-Benachrichtigungen aktiv sind. Sind sie unnötig, schalte sie ab.
Eine ähnliche Lage mit ausgenutzter Lücke und bereits vorhandenem Patch beschreibt der Beitrag zu N-able N-central.
Fazit
Der Fix für CVE-2026-73570 liegt seit dem 20. Juli vor, die Angriffe laufen seit Mitte August. Patche Zimbra, prüfe deine SNMP-Konfiguration und suche in den genannten Verzeichnissen nach Spuren.
Quellen: BleepingComputer, GridinSoft. Foto: TheDigitalArtist / Pixabay. Stand: 20. August 2026.
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