WordPress 7.1 erschien am 19. August 2026 zum Ende der WordCamp US. Neu sind Notizen mit Erwähnungen und Textformatierung, responsive Gestaltung ohne eigenes CSS, die Bildverarbeitung im Browser mit AVIF und HEIC sowie die Blöcke Tabs und Playlist. Die gemeinsame Echtzeit-Bearbeitung eines Beitrags fehlt. Matt Mullenweg hatte sie am 8. Mai 2026 aus Version 7.0 genommen, mit Verweis auf Race Conditions, Serverlast und Fehler im Fuzz-Test. Der Artikel zeigt, was das für Redaktionen und Verlage bedeutet.

WordPress 7.1 gibt Redaktionen Notizen mit Erwähnungen an die Hand. Das gleichzeitige Schreiben in einem Beitrag fehlt weiter, obwohl es schon für Version 7.0 versprochen war.
Das Wichtigste in Kürze
- WordPress 7.1 erschien am 19. August 2026. Die Freigabe fiel auf den Schlusstag der WordCamp US in Phoenix.
- Notizen tragen jetzt Formatierung und Erwähnungen. Rückmeldungen lassen sich an einzelne Textstellen heften, nicht nur an ganze Blöcke.
- Die gemeinsame Echtzeit-Bearbeitung fehlt. Mullenweg nahm sie am 8. Mai 2026 aus Version 7.0, sie liess sich laut seinem Beitrag nur noch im Gutenberg-Plugin testen.
- Bilder werden im Browser verkleinert. Die Verarbeitung unterstützt AVIF, HEIC und HDR.
- Layouts lassen sich je Bildschirmgrösse einstellen, ohne eigenes CSS.
Was Redaktionen in WordPress 7.1 neu bekommen
Die Notizen sind der Teil von 7.1, den Redaktionen im Alltag spüren. Sie lassen sich an jede Stelle im Text setzen, tragen formatierten Text und rufen mit einer Erwähnung die richtige Person. Mehrere Gespräche laufen am selben Block parallel, lange Notizen klappen zu. Die Ankündigung nennt das den Austausch, der beim gemeinsamen Prüfen von Inhalten entsteht.
Zudem bringt die Version neue Werkzeuge für die Gestaltung. Wer den Look eines Blocks je Bildschirmgrösse ändern will, nutzt die globalen Stile oder die Blockeinstellungen statt eigenem CSS. Zwei neue Blöcke kommen hinzu, Tabs und Playlist. Das Bearbeiten von Bildern wandert in den Browser, samt Kompression, Verkleinerung und Vorschaubildern für AVIF, HEIC und HDR. Über 800 Mitwirkende haben laut Ankündigung mehr als 1500 Verbesserungen und Korrekturen beigetragen.
Warum die Echtzeit-Bearbeitung fehlt
Das gleichzeitige Schreiben war als Kern von 7.0 gedacht. Am 8. Mai 2026 veröffentlichte das Core-Team die Entscheidung, die Funktion aus der Version zu nehmen. Matt Mullenweg war sich laut Ankündigung nicht sicher, ob der aktuelle Ansatz robust genug für den Kern sei. Als Gründe nennt der Beitrag die Angriffsfläche, Race Conditions, Serverlast, Speichereffizienz und wiederkehrende Fehler in Fuzz-Tests.
Dabei zeigen die Kommentare unter dem Beitrag, wofür Redaktionen die Funktion wollen: Newsletter mit mehreren Beitragenden, Teams, die bisher in Google Docs oder Word vorschreiben und danach importieren. Das Team prüft, die Funktion als eigenes Plugin auszugliedern. Die Ankündigung von 7.1 erwähnt keine Echtzeit-Bearbeitung.
| Frage | Mit WordPress 7.1 | Bemerkung |
|---|---|---|
| Rückmeldung an einer Textstelle | Ja, mit Notiz und Erwähnung | Zeitversetzt, jeder arbeitet nacheinander |
| Zwei Personen im selben Beitrag gleichzeitig | Nein | Laut Beitrag vom 8. Mai nur im Gutenberg-Plugin |
| Layout je Bildschirmgrösse | Ja, ohne eigenes CSS | Über globale Stile oder Blockeinstellungen |
| Bilder zuschneiden und verkleinern | Im Browser | AVIF, HEIC und HDR werden unterstützt |
Quelle: wordpress.org, WordPress 7.1 „Mary Lou“ (19. August 2026), make.wordpress.org (8. Mai 2026).
Einordnung: Was das für Redaktionen und Verlage in der Schweiz heisst
Für kleine Redaktionen und Firmenseiten reicht 7.1 aus. Notizen ersetzen die Rückmeldung per Mail und erlauben Freigaben im System. Teams mit mehreren Schreibenden am selben Beitrag planen weiter mit Google Docs oder Word und dem Import, bis der Kern die Funktion liefert. Wer WordPress über einen Dienstleister betreibt, klärt mit ihm den Zeitpunkt des Updates und testet die Notizen zuerst in einer Kopie.
Die Leitfrage der Rubrik gilt auch hier: Redaktionssysteme für Verlage kosten Lizenz, Einführung und Unterhalt, und eine Firma will am Ende Informationen nach innen und aussen weitergeben. Eine WordPress-Installation mit Notizen und Freigabe deckt viele solche Fälle ab, ohne ein Grosssystem. Wie freigegebene Intranet-Seiten ohne Agentur nach aussen gelangen, zeigt der Beitrag über SharePoint-Seiten auf der Firmenwebseite.
Fazit
WordPress 7.1 stärkt die Rückmeldung im Text und das Layout, liefert aber keine Zusammenarbeit in Echtzeit. Die Entscheidung vom 8. Mai 2026 gilt weiter. Teste die Notizen mit deiner Redaktion und halte fest, ob zeitversetztes Arbeiten genügt. Erst wenn nicht, lohnt der Blick auf ein Plugin oder ein anderes System.
Quellen: WordPress.org: WordPress 7.1 „Mary Lou“ (veröffentlicht am 19. August 2026), Make WordPress Core: Real-time collaboration will not ship in WordPress 7.0 (veröffentlicht am 8. Mai 2026). Foto: geralt / Pixabay. Stand: 19. August 2026.
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