Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat die Swiss Government Cloud am 20. Oktober 2026 auf SIMAP ausgeschrieben. Vergeben werden 5 Zuschläge in drei Losen, die sich nach Datenstandort unterscheiden. Jeder Zuschlag geht an ein anderes Unternehmen, damit die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern sinkt. Die Frist für die Eingabe endet am 18. Dezember 2026.
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Der Bund vergibt 5 Cloud-Zuschläge an verschiedene Anbieter. Die Swiss Government Cloud ist seit dem 20. Oktober 2026 auf SIMAP ausgeschrieben, die Eingabefrist läuft bis zum 18. Dezember 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Zuschläge in drei Losen. Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) vergibt je zwei Zuschläge für Los 1 und Los 2 sowie einen für Los 3.
- Mehrere Anbieter statt einem. Der Bund will Ausfall- und Sicherheitsrisiken verteilen und die Abhängigkeit von einzelnen Firmen senken.
- Datenstandort entscheidet über das Los. Die Lose unterscheiden sich danach, wo Daten liegen und bearbeitet werden.
- Frist bis 18. Dezember 2026. Die Ausschreibung läuft im selektiven Verfahren nach Art. 19 BöB.
Was der Bund ausschreibt
Das BBL setzt mit dieser Beschaffung die Cloud-Strategie der Bundesverwaltung vom 11. Dezember 2020 um. Das Projekt trägt die Nummer 25002 und den Titel «609 Swiss Government Cloud». Die gesuchte Leistung fällt unter IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung. Die Vergabestelle sitzt im Kanton Bern.
Die Veröffentlichung auf SIMAP erfolgte am 20. Oktober 2026. Ein späteres Aktualisierungsdatum nennt die Quelle nicht. Als Stand gilt deshalb der 5. November 2026, der Tag dieses Beitrags.
Das Verfahren ist selektiv. Zuerst reichen Interessenten ihre Eignung ein, danach folgt die Auswahl. Weitere Angaben stehen in den Ausschreibungsunterlagen auf SIMAP.
Die drei Lose im Überblick
Die Beschaffung teilt sich in drei Lose auf. Jedes Los umfasst ein anderes Cloud-Modell.
| Los | Modell | Datenhaltung |
|---|---|---|
1 |
Public Cloud «Global Reach» |
Global |
2 |
Public Cloud «Enhanced Data Governance» |
Ausschliesslich in der Schweiz (Haltung und Bearbeitung) |
3 |
Private Cloud «On-Premise» |
Ausschliesslich an den Standorten der Bedarfsstelle |
Damit stuft der Bund drei Schutzstufen ab. Los 1 erlaubt die globale Datenhaltung. Los 2 verlangt, dass Informationen die Schweiz nicht verlassen. Bei Los 3 bleiben sie in den eigenen Räumen der Bedarfsstelle.
Mehrlieferanten-Strategie und Loslimitierung
Der Bund verfolgt eine Mehrlieferanten-Strategie. Er will so die Versorgungssicherheit erhöhen. Fällt ein Anbieter aus, sollen andere die Dienste weiter liefern.
Die Vergabe verteilt sich so:
- Los 1: zwei Zuschläge an zwei unterschiedliche Unternehmen
- Los 2: zwei Zuschläge an zwei unterschiedliche Unternehmen
- Los 3: ein Zuschlag
Jeder der 5 Zuschläge geht an einen anderen Anbieter. Dafür ist eine Loslimitierung nach Art. 32 Abs. 3 BöB vorgesehen. Ein Bewerber kann also nicht in allen Losen gewinnen.
Einordnung: Was das für Key Accounts heisst
Wer IT an Bund, Kantone oder Gemeinden verkauft, sollte diese Ausschreibung kennen. Sie zeigt, wie der Bund Cloud künftig einkaufen will: mit mehreren Lieferanten und klarer Trennung nach Datenstandort. Kunden aus der öffentlichen Hand dürften ähnliche Fragen stellen, etwa nach Datenhaltung in der Schweiz. Wer mitbieten will, muss bis zum 18. Dezember 2026 eingeben. Wegen der Loslimitierung lohnt es sich, das passende Los früh zu wählen. Zu Preisen und Budget nennt die Quelle keine Angaben.
Fazit
Die Ausschreibung ist öffentlich und die Frist klar: 18. Dezember 2026. Der nächste Schritt ist ein Blick in die Unterlagen auf SIMAP, um Eignungskriterien und das passende Los zu prüfen. Für Gespräche mit Bundeskunden gilt: Datenstandort und Vielfalt bei den Lieferanten stehen im Zentrum.
Quellen: SIMAP Bund (IT). Foto: geralt / Pixabay. Stand: 5. November 2026.
Geschrieben von der Redaktion · Freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
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