Certified Cloud Developer


Seit meinem Einstieg in die Softwareentwicklung in den 80er-Jahren habe ich mich kontinuierlich in der jeweils aktuellen Technologie bewegt: von Assembler über C++ und Lisp/Common Lisp in den 1980er-Jahren, gefolgt von Java und Python in den 1990er-Jahren, später C# und .NET. Seit 2024 widme ich mich verstärkt wieder der Softwareentwicklung, nun im Kontext von KI-gestützten Systemen.

Als Anthropic-Certified Claude Developer setze ich moderne KI-Entwicklungsmethoden produktiv ein: Aufgaben, die früher Wochen an Entwicklungszeit beansprucht hätten, lassen sich heute in Stunden umsetzen. Aktuelles Beispiel ist Kontor, eine von mir entwickelte Handelsoberfläche mit Claude-API-Anbindung und einem eigenständigen Trader-Agent für KI-gestützte Marktanalyse, inklusive eines öffentlichen Wirtschaftskalenders mit allen Terminen.

Engineering is a Passion


Als System-Engineer (MCITP, CCP-V und AI Fluency & Claude Expert) betreue ich Netzwerkinfrastrukturen, führe Planungen durch, schule Mitarbeiter und führe Migrationen von Netzwerk, Server- als auch Client Infrastrukturen bis zum mittleren Enterprise Umfeld durch. Mein Aufgabengebiet umfasste der IT Support von mittelständischen Unternehmen als auch die Umsetzung von Projekten in Server und Clientnetzwerken unter den Betriebssystemen Microsoft, Mac OS und Linux resp. den Hypervisoren VMware, Hyper V und Citrix.

Mein Knowhow und Wissen sammelte ich in Projekten im Bereich öffentlicher und privater Auftraggeber.

 

Arc XP: Antwortdienst und Startseite nach Mass für Verlage

Blog · 13.10.2026
BLG-1433-ch-de

Arc XP, die Plattform der Washington Post, hat am 13. Juli 2026 Ask The Source vorgestellt, einen Antwortdienst, der Fragen von Lesern mit dem eigenen Journalismus eines Verlags beantwortet. Am 21. September 2026 folgte Compass, eine Personalisierung für Startseiten, bei der Redaktionen die Hoheit behalten. Der Artikel beschreibt, was beide Produkte tun und welche Angaben fehlen: Preise, Kunden, Wirkungsmessung. Er ordnet ein, für wen sich der Aufwand lohnt und wann gut gepflegte Seiten mit einer brauchbaren Suche genügen.

Symbolfoto zum Artikel „Arc XP: Antwortdienst und Startseite nach Mass für Verlage“ (Person liest Nachrichten auf dem Smartphone)
Leser fragen,
Verlage antworten.
Foto: MoteOo / Pixabay

Arc XP, die Plattform der Washington Post, bringt zwei Produkte gegen die Abwanderung der Leser: einen Antwortdienst und eine Startseite, die sich dem Besucher anpasst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum Preis nennt Arc XP nichts. Weder für Ask The Source noch für Compass gibt der Hersteller Kosten an. Ask The Source steht Arc-XP-Kunden zur Verfügung, andere Verlage binden es per JavaScript ein.
  • Ask The Source antwortet nur aus dem eigenen Journalismus. Reichen die Quellen nicht aus, lehnt der Dienst die Antwort ab. Ein Bezahlschranken-Baustein zählt Antworten statt Artikel.
  • Compass passt die Startseite an wiederkehrende Leser an. Redaktionen können Beiträge festsetzen, hervorheben oder zurückstufen. Die Berichte nennen weder Kunden noch Wirkungszahlen.
  • Beide Produkte sind verfügbar. Ask The Source gibt es seit dem 13. Juli 2026, Compass seit dem 21. September 2026.

Warum Arc XP gerade jetzt Antworten verkauft

Arc XP hat die Mitteilung zu Ask The Source am 13. Juli 2026 erstmals veröffentlicht. Im Quelltext der Seite steht der 13. Oktober 2026 als Datum der Veröffentlichung und der letzten Änderung. Der Hersteller beschreibt sich als Plattform, die die Washington Post entwickelt hat und die über 3.000 Webseiten betreibt, darunter The Irish Times und Sky News. Fachmedien nannten den Dienst im Juli noch Ask The News, die Mitteilung heisst heute Ask The Source.

Dabei führt Arc XP als Anlass eine Zahl aus dem Digital News Report 2026 des Reuters Institute an. Nur wenige Chatbot-Nutzer klicken zu den Originalquellen, bei Suchmaschinen sind es mehr. Zusätzlich liegen soziale Netze und Video erstmals vor den eigenen Angeboten der Medien.

4 %
der Chatbot-Nutzer klicken oft zur Quelle
19 %
der Suchnutzer tun das
54 %
nutzen Social und Video für Nachrichten
51 %
nutzen Webseiten und Apps der Medien

Quelle: Reuters Institute Digital News Report 2026, zitiert in den Mitteilungen von Arc XP und in den Berichten zu Compass. 4 % und 19 % betreffen das Klicken zu Originalquellen, 54 % und 51 % den Zugang zu Nachrichten.

Ask The Source: Antworten aus dem eigenen Archiv

Ask The Source sitzt als Antwortschicht auf der Seite des Verlags. Es schlägt Fragen zu einem Beitrag vor, nimmt Rückfragen entgegen und fasst Antworten aus der eigenen Berichterstattung zusammen, mit Quellenangabe. Fehlt genügend Berichterstattung, lehnt es die Antwort ab. Die Mitteilung nennt das den Unterschied zu allgemeinen KI-Werkzeugen.

Dabei umfasst das Produkt drei Bausteine, die jeweils ein Geschäftsziel bedienen:

Baustein Was er tut Wofür er gedacht ist
Conversational Embeds Vorgeschlagene Fragen und ein Frage-Antwort-Feld in Artikeln, auf Startseiten und in Apps Leser bleiben auf der eigenen Seite
Subscription Gateway Zählt Antworten statt Artikel und zeigt ein Abo-Angebot nach einer Antwort Abschluss in einem Moment mit hohem Interesse
Contextual Advertising Ordnet Fragen und Antworten mit IAB Topic Intelligence in Themen ein Werbesignale ohne Datenabgabe an Dritte

Dazu plant Arc XP persönliche Briefings, gespeicherte Gespräche, Themenverfolgung und Dashboards für die Redaktion. Ein europäisches Medienhaus kommt in der Mitteilung mit einem Zitat zu Wort. Zahlen aus dem Einsatz nennt sie nicht.

Compass: Startseite mit Gedächtnis

Am 21. September 2026 folgte Compass. Laut dem Bericht von MarTech Edge erkennt es wiederkehrende Leser und merkt sich, wo sie aufgehört haben. Damit zeigt die Funktion Catch Me Up verpasste Meldungen in zeitlicher Reihenfolge aus der Berichterstattung der Redaktion, nicht als KI-Zusammenfassung. Dynamic Timelines bündeln Updates zu einer laufenden Geschichte. So setzen Redaktionen mit Editorial Priority Controls Beiträge fest, heben sie an oder stufen sie zurück.

Zudem arbeitet Compass laut MarTech Edge mit anderen Redaktionssystemen als Arc XP zusammen. Das Portal Media Copilot meldet, es gebe zum Start weder Kundennamen noch Leistungszahlen. Eine eigene Produktseite von Arc XP besteht, ihr Inhalt lädt per Skript, die Angaben stützen sich deshalb auf die beiden Fachberichte.

Einordnung: Was das für Verlage und Firmen in der Schweiz heisst

Wer ein Redaktionssystem von Arc XP betreibt, kann Ask The Source prüfen, sobald Preis und Umfang vorliegen. Die Mitteilung nennt keinen Betrag, also lohnt zuerst die Anfrage beim Hersteller. Dabei gilt: Die Reuters-Zahlen beschreiben das Verhalten der Leser, nicht die Wirkung des Produkts. Dafür fehlen die Messwerte. Wer einen Chatbot für Leser einsetzt, beachtet zudem die Kennzeichnungspflicht, die der Artikel zum AI Act und zu Transparenzpflichten für Chatbots beschreibt. Eine Firma, die Information nach aussen bringen will, startet oft mit gut gepflegten Seiten und einer brauchbaren Suche. Ob ein Antwortdienst sich lohnt, hängt von der Menge der Fragen ab.

Fazit

Ask The Source und Compass richten sich an Verlage, die Leser vor den Chatbots halten wollen. Beide Produkte sind verfügbar, Preise, Kunden und Wirkungszahlen fehlen. Frage vor einem Entscheid nach genau diesen drei Punkten, und prüfe, ob eine bessere Suche auf deiner Seite zuerst reicht.

Quellen: Arc XP: Mitteilung zu Ask The Source, MarTech Edge zu Compass, Media Copilot zu Compass, Media Copilot zu Ask The News. Arc XP hat die Mitteilung am 13. Juli 2026 erstmals veröffentlicht, im Quelltext der Seite steht der 13. Oktober 2026 als letzte Änderung. Foto: MoteOo / Pixabay. Stand: 13. Oktober 2026.

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Änderungshistorie

  • — Artikel veröffentlicht: Arc XP, Ask The Source und Compass.