Amazon hat am 26. August 2026 die Übernahme von DuckLabs aus Amsterdam vereinbart, der Firma hinter der analytischen Datenbank DuckDB. Das Open-Source-Projekt wird nicht gekauft: Es bleibt unter MIT-Lizenz bei der unabhängigen DuckDB Foundation. Kaufpreis und Abschlussdatum nennt Amazon nicht genau. Für bestehende Nutzer ändert sich bis zum Abschluss nichts.

Amazon kauft die Firma hinter der Analysedatenbank DuckDB, den Code aber nicht: Er bleibt Open Source und liegt weiter bei einer unabhängigen Stiftung.
Das Wichtigste in Kürze
- DuckDB bleibt unter der MIT-Lizenz. Das Open-Source-Projekt wird nicht erworben und bleibt bei der gemeinnützigen DuckDB Foundation.
- Für bestehende Nutzer ändert sich bis zum Abschluss nichts. Der Abschluss steht laut Amazon kurz bevor.
- Das Kernteam zieht zu AWS. Die beiden Gründer Hannes Mühleisen und Mark Raasveldt leiten die technische Entwicklung weiter.
- Einen Kaufpreis nennt Amazon nicht. Das gilt auch für den genauen Abschlusstermin.
Was Amazon angekündigt hat
Amazon hat die Übernahme am 26. August 2026 bekannt gegeben und die Meldung am selben Tag veröffentlicht. Die Quelle nennt kein späteres Update. AWS hat eine definitive Vereinbarung mit DuckLabs geschlossen, einer Firma aus Amsterdam. Der Abschluss steht noch unter üblichen Bedingungen. Nach Angaben von Amazon arbeiten beide Seiten seit 2024 zusammen.
Zudem wechselt mit dem Abschluss das DuckLabs-Team zu AWS. Mühleisen und Raasveldt haben DuckDB geschaffen und DuckLabs mitgegründet. Sie bleiben in leitenden Rollen und steuern weiter die technische Entwicklung des Open-Source-Projekts.
Was gleich bleibt
Dabei zählt für Nutzer vor allem: Der Code gehört nicht Amazon. Die DuckDB Foundation, eine gemeinnützige Stiftung, bleibt Verwalterin des Projekts. Die Lizenz ist weiter die MIT-Lizenz. Damit darfst du DuckDB wie bisher kostenlos nutzen, einbetten und weitergeben.
Laut SiliconANGLE bleiben auch die Begleitprojekte DuckLake und Quack frei nutzbar. Diese Angabe stammt aus der Berichterstattung, in Amazons Meldung steht sie nicht.
| Frage | Antwort laut Quellen | Einordnung |
|---|---|---|
| Wem gehört DuckDB? | Weiter der unabhängigen Stiftung | Der Code wird nicht verkauft |
| Welche Lizenz gilt? | MIT, unverändert | Nutzung und Einbettung bleiben frei |
| Wer entwickelt weiter? | Mühleisen und Raasveldt | Das Kernteam bleibt zusammen |
| Wann ist Abschluss? | Amazon: in Kürze, SiliconANGLE: September | Der genaue Termin ist offen |
Was AWS damit vorhat
Dazu sagt Andy Warfield, Vice President und Distinguished Engineer bei Amazon, in der Meldung, man bringe das Beste von DuckLabs und AWS für Kunden zusammen. Analysen sollen schneller, einfacher und günstiger werden.
Daneben nennt SiliconANGLE konkrete Pläne: eine Unterstützung für Amazon S3 Tables und eingebettete Analysen in Amazon SageMaker Lakehouse. Zudem soll AWS ein Technical Advisory Board in der Stiftung sowie ein Ökosystem für signierte Erweiterungen von Drittanbietern finanzieren. DuckLabs verdiente bisher an kommerziellen Supportverträgen.
Was Teams jetzt tun
Deshalb gibt es für den Betrieb keinen Handlungsdruck. Sinnvoll sind drei Schritte:
- Halte fest, wo DuckDB in deinen Pipelines, Notebooks oder Anwendungen läuft.
- Beobachte, wie sich Lizenz- und Roadmap-Hinweise der Stiftung entwickeln.
- Prüfe, ob du Erweiterungen von Drittanbietern nutzt, die künftig signiert sein sollen.
Wer Datenverarbeitung auf AWS betreibt, findet weitere Neuerungen im Beitrag zu Lambda Managed Instances mit 90 Minuten Laufzeit.
Fazit
Die Übernahme betrifft die Firma, nicht das Projekt. DuckDB bleibt MIT-lizenziert und bei seiner Stiftung. Offen sind Preis und Abschlusstermin, und wie eng AWS die Datenbank in eigene Dienste einbindet.
Quellen: About Amazon, SiliconANGLE. Foto: heladodementa / Pixabay. Stand: 26. August 2026.
Recherche und Entwurf KI-gestützt, geprüft und freigegeben von Andreas Brauckmann · So arbeitet die Redaktion
Änderungshistorie
- — Artikel veröffentlicht.