Dieses Kapitel deckt den Prüfungsbereich „Agentic Architecture & Orchestration“ ab, der 27 % der CCAR-F ausmacht. Du lernst, wie ein Agent arbeitet, wie mehrere zusammenarbeiten und wo Regeln hart durchgesetzt werden müssen.
Nach dem Kapitel kannst du
stop_reason, führst bei tool_use die gewünschten Werkzeuge aus, hängst die Ergebnisse an den Verlauf und fragst erneut. Bei end_turn ist die Arbeit zu Ende. Den Text der Antwort nach Schlüsselwörtern abzusuchen oder allein eine feste Obergrenze an Durchläufen als Abbruch zu verwenden, sind Anti-Muster.Das Modell spricht nicht direkt mit deinem System. Es meldet per tool_use, welches Werkzeug es braucht. Dein Code führt es aus und liefert das Ergebnis als neue Nachricht zurück; erst damit kann Claude den nächsten Schritt überlegen. Die Dokumentation beschreibt dieses Muster unter dem Begriff Tool Use.
In der Agent SDK definierst du Subagenten über eine Beschreibung (wann einsetzen), eine Anweisung (was tun) und eine Liste erlaubter Werkzeuge. Claude startet sie über das Werkzeug Agent; in älteren Versionen und in der Werkzeugliste einer Sitzung heisst es noch Task. Damit der Koordinator Subagenten starten darf, muss dieses Werkzeug in seinen erlaubten Werkzeugen stehen. Lässt du die Werkzeugliste eines Subagenten weg, erbt er alle für Subagenten verfügbaren Werkzeuge; mit einer Liste schränkst du ihn ein, etwa auf Lesen und Suchen. Der Koordinator erhält nur die Schlussnachricht des Subagenten, nicht dessen Zwischenschritte; das hält den Hauptkontext klein.
Gib Subagenten Ziel und Qualitätskriterien mit, nicht jeden Handgriff. So können sie sich an das anpassen, was sie finden. Nutze strukturierte Daten, die Inhalt und Herkunft (Quelle, Dokument, Seite) trennen, damit die Zuordnung bei der Synthese erhalten bleibt.
Ein Hook ist Code, der an einem Ereignis hängt. Vor einem Werkzeugaufruf (PreToolUse) kann er den Aufruf erlauben, ablehnen oder die Eingabe ändern; nach einem Werkzeugaufruf (PostToolUse) kann er das Ergebnis anpassen, bevor das Modell es sieht, zum Beispiel unterschiedliche Datums- oder Statusformate vereinheitlichen. Sind sich mehrere Hooks uneinig, gewinnt die strengste Entscheidung. Hooks laufen deterministisch; Prompt-Anweisungen sind nur Kontext.
Eine Sitzung hält den Gesprächsverlauf fest, nicht den Zustand deiner Dateien. Fortsetzen (resume) führt dich in dieselbe Sitzung zurück, Verzweigen (fork) legt eine Kopie an, in der du einen anderen Weg probierst, ohne das Original zu verändern. Haben sich Dateien seit der letzten Analyse geändert, sage das dem Agenten ausdrücklich; sonst arbeitet er mit veralteten Annahmen. Oft ist ein Neustart mit einer verdichteten Zusammenfassung zuverlässiger als das Fortsetzen mit überholten Werkzeugergebnissen.
stop_reason: bei tool_use weiter, bei end_turn fertig.PreToolUse-Hook, der den Aufruf oberhalb der Grenze blockiert und an einen Menschen weiterleitet. Prompt-Anweisungen sind probabilistisch und haben eine Fehlerquote über null.Titelbild: Alexas_Fotos auf Pixabay (Pixabay Content License).
Danke für die Rückmeldung.
CCAR-F Kapitel 2: Tool-Design und MCP-Integration
CCAR-F Kapitel 3: Claude Code konfigurieren und im Team nutzen
CCAR-F Kapitel 4: Prompts und strukturierte Ausgabe
CCAR-F Kapitel 5: Kontext und Zuverlässigkeit
CCAR-F: Lernpfad in fünf Kapiteln
ESXi 8: Host-Konfiguration sichern und wiederherstellen
SQL Server 2025: Edition-Upgrade und Upgrade-Pfade
SQL Server Express: Backup einrichten
Trainer-Agent bauen: mit Claude lernen, auch am Handy