Dieses Kapitel deckt den Prüfungsbereich „Claude Code Configuration & Workflows“ ab (20 % der CCAR-F). Es geht darum, Claude Code für ein Team so einzurichten, dass es verlässlich nach den Regeln des Projekts arbeitet.
Nach dem Kapitel kannst du
CLAUDE.md trägt das Wissen, das Claude in jeder Sitzung braucht: Konventionen, Befehle, Architekturentscheidungen. Claude behandelt sie als Kontext und nicht als erzwungene Konfiguration; Verbote, die immer gelten müssen, setzt du per Hook durch.~/.claude/CLAUDE.md) oder für das Projekt (./CLAUDE.md, im Repository und damit für alle). Private Projektnotizen stehen in CLAUDE.local.md, die du nicht einchecken solltest. Claude lädt alle Dateien vom Wurzelverzeichnis bis zu deinem Arbeitsordner und hängt sie aneinander; nahe Anweisungen stehen zuletzt. Dateien in Unterordnern werden erst geladen, wenn Claude dort arbeitet.@pfad/zur/datei bindest du andere Dateien ein (bis vier Ebenen tief); das spart keinen Kontext, hilft aber der Ordnung. Im Ordner .claude/rules/ legst du Themendateien an (zum Beispiel Tests oder API-Stil). Mit einer paths:-Angabe im Dateikopf laden sie nur, wenn Claude mit passenden Dateien arbeitet.SKILL.md) beschreibt einen wiederholbaren Ablauf; Claude nimmt ihn in seinen Werkzeugkasten auf, und sie lässt sich auch als Schrägstrichbefehl wie /deploy aufrufen. So teilt ein Team gemeinsame Abläufe wie das Prüfen eines Pull Requests.Shift+Tab oder claude --permission-mode plan ein. Er lohnt sich bei Änderungen über viele Dateien oder bei mehreren möglichen Lösungswegen; ein Einzeiler braucht ihn nicht.claude -p "…" läuft Claude Code ohne Dialog, auch mit eingeleiteter Standardeingabe. --output-format json liefert Ergebnis und Metadaten, --json-schema erzwingt eine Struktur. Mit --allowedTools und einem Berechtigungsmodus legst du fest, was ohne Rückfrage laufen darf; --bare sorgt für gleiche Ergebnisse auf jeder Maschine, weil es lokale Konfiguration auslässt. Für GitHub und GitLab gibt es fertige Integrationen.Lege Teamregeln ins Repository, persönliche Vorlieben in dein Benutzerverzeichnis und Experimente in CLAUDE.local.md. Prüfe von Zeit zu Zeit alle Dateien auf Widersprüche und Überholtes; Claude kann dabei helfen. Neben der von dir geschriebenen Datei legt Claude auch eigene Notizen an (Auto Memory), die ebenfalls bei jedem Start geladen werden.
Ein Beispielkopf einer Regeldatei: paths: ["src/api/**/*"]. Die Regel steht dann nur im Kontext, wenn Claude Dateien in diesem Pfad liest oder ändert. Das hält den Kontext klein und die Regeln treffsicher, besonders in grossen Repositories mit verschiedenen Sprachen und Stilen.
Eine einfache Faustregel: Direkt ausführen, wenn der Weg klar ist und die Änderung klein. Planmodus, wenn mehrere Dateien betroffen sind, wenn es mehrere vernünftige Lösungen gibt oder wenn eine Fehlentscheidung teuer wäre. Den Plan kannst du vor der Freigabe ändern.
Eine Pipeline kennt keinen Menschen für Rückfragen. Lege deshalb vorab fest, welche Werkzeuge erlaubt sind und ob unerlaubte Aufrufe verweigert werden sollen. Gib dem Review konkrete Prüfkriterien und ein Ausgabeformat vor. Trenne die Prüfung eines Autors von der Prüfung durch eine zweite, unabhängige Sitzung, damit sich Fehler nicht gegenseitig bestätigen.
tests/ bestimmte Konventionen beachtet, im Rest des Projekts aber nicht. Wie setzt du das um, und warum nicht einfach in die CLAUDE.md schreiben?CLAUDE.md („Nie in den Hauptzweig pushen“) wird gelegentlich ignoriert. Was folgt daraus für die Wahl des Mittels?.claude/rules/ mit paths: ["tests/**/*"]. In der CLAUDE.md würde sie bei jeder Sitzung Kontext beanspruchen und die Befolgung verwässern.CLAUDE.md ist Kontext, keine Durchsetzung. Für ein Verbot, das immer gelten muss, braucht es einen Hook (PreToolUse) oder eine Berechtigungsregel.CLAUDE.md, zwei pfadgebundene Regeln und einen Skill an, binde einen MCP-Server per .mcp.json ein und vergleiche Planmodus und direktes Arbeiten an drei Aufgaben unterschiedlicher Grösse.Titelbild: StockSnap auf Pixabay (Pixabay Content License).
Danke für die Rückmeldung.
CCAR-F Kapitel 1: Agentenarchitektur und Orchestrierung
CCAR-F Kapitel 2: Tool-Design und MCP-Integration
CCAR-F Kapitel 4: Prompts und strukturierte Ausgabe
CCAR-F Kapitel 5: Kontext und Zuverlässigkeit
CCAR-F: Lernpfad in fünf Kapiteln
ESXi 8: Host-Konfiguration sichern und wiederherstellen
SQL Server 2025: Edition-Upgrade und Upgrade-Pfade
SQL Server Express: Backup einrichten
Trainer-Agent bauen: mit Claude lernen, auch am Handy